Rebel, Jakob* Michael

 
geboren
7.2.1892 Offenbach am Main
gestorben
vermutlich 1939 vermutlich Arbeitslager der Sowjetrepublik Weslano
Beruf
Schlosser, Schmirgeldreher, Werkmeister, Geschäftsführer, Kommunalpolitiker
Konfession
dissidentisch

Wirken

Werdegang

  • 1900 Übersiedlung von Offenbach am Main nach Frankfurt am Main
  • Schlosserlehre
  • 1906 Eintritt in die SPD
  • 1910 Eintritt in die Gewerkschaft
  • 1919 Mitglied der KPD, dort hauptamtlicher Parteisekretär und Leiter des Buchhandlungs- und Zeitungsvertriebes
  • bis 1928 Stadtverordneter (KPD) in der Gemeindevertretung Fechenheim
  • 1928-1930 nach Eingemeindung Fechenheims Abgeordneter (KPD) im Stadtparlament Frankfurt
  • 22.12.1930 Niederlegung des Stadtverordnetenmandats
  • 5.1.1931 Nachrücker von Eduard Kramheller als ehrenamtlicher Frankfurter Stadtrat, zuständig für Turn-, Sport- und Badewesen in Frankfurt
  • März 1933 nach Reichstagsbrandverordnung in den Untergrund
  • Verlust der Stellung und Einkünfte als hauptamtlicher Parteisekretär nach Beschlagnahme des KPD-Parteivermögens
  • 13.3.1933 in der Magistratssitzung per Verfügung zwangsbeurlaubt
  • Mitglied der inzwischen „illegalen“ KPD-Bezirksleitung Hessen-Frankfurt
  • seit 4.7.1933 steckbrieflich gesucht wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“
  • 25.8.1933 nach Paris entkommen
  • Dezember 1933 Frau und Kinder folgen in die Emigration
  • in Frankreich in misslichen Verhältnissen lebend
  • 13.10.1935 Bemühen um Einreiseerlaubnis in die UdSSR erfolgreich
  • mit falschen Pässen über Deutschland in die Sowjetunion gelangt
  • 29.7.1937 Festnahme von der sowjetischen Geheimpolizei in Moskau
  • fünf Jahre Arbeitslager
  • 2.8.1937 Ausschluss aus der KPD wegen „Unterstützung und Verbindung mit partei- und klassenfeindlichen Elementen (im Zusammenhang mit Verhaftung)“
  • vermutlich im Herbst 1939 in einem Arbeitslager der Sowjetrepublik Weslano an den Folgen der Haftbedingungen gestorben
  • September 1940 Rückkehr der inzwischen ausgebürgerten und staatenlosen Familie nach Frankfurt
  • 10.1940 Einleitung eines Verfahrens gegen Emma Rebel wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ abgelehnt
  • 1943 erneute Einbürgerung der Familie ins Deutsche Reich aufgrund veränderter politischer Gesinnung

Funktion

  • Fechenheim, Gemeindevertretung, Mitglied (KPD), bis 1928
  • Frankfurt am Main, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (KPD), 1928-1930

Lebensorte

Offenbach am Main; Frankfurt am Main

Familie

Vater

Rebel, Jakob, 1913 in Leipzig wohnhaft

Mutter

Rupp, Katharina, * Ober-Roden, † Offenbach am Main 23.12.1913, 64 Jahre alt, Tochter des Johann Rupp, Landwirt, und der Maria Anna Weber

Partner

Wiehmann, Emma, *18.6.1891, Zuschneiderin, Heirat 30.9.1914

Verwandte

  • Rebel, Hermann <Sohn>, *2.8.1915
  • Rebel, Elfriede <Tochter>, *31.1.1921
  • Rebel, Erna <Tochter>, *8.4.1923

Nachweise

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Rebel, Jakob* Michael“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16873_rebel-jakob-michael> (aufgerufen am 19.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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