Helm, Karl* Hermann Georg

Helm, Karl* Hermann Georg
Wirken
Werdegang
- Besuch von Vorschule und Gymnasium in Karlsruhe, dort im Sommer 1889 Abitur
- 1889-1895 Studium der Germanischen Philologie, Vergleichenden Grammatik und Geschichte an den Universitäten Heidelberg, Leipzig und Freiburg (unter anderem bei Hermann Paul)
- März 1894 Staatsexamen in den Fächern Deutsch, Geschichte, Geografie und Philosophie in Karlsruhe
- anschließend Volontär am Gymnasium in Heidelberg
- 20.11.1894 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Heidelberg (bei Hermann Braune)
- ab März 1895 Volontär bei der Universitätsbibliothek in Heidelberg
- Ostern 1896-1.1.1897 Wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an der Universitätsbibliothek Heidelberg, anschließend Privatlehrer
- 9.2.1899 Habilitation an der Universität Gießen
- ab 1899 Privatdozent an der Universität Gießen
- 9.3.1904 Ernennung zum außerordentlichen Professor für deutsche Philologie der Universität Gießen
- 15.8.1919 Ernennung zum ordentlichen Professor an der Universität Würzburg
- 1920 Ernennung zum ordentlichen Professor an der Universität Frankfurt am Main
- 1921 Ernennung zum ordentlichen Professor für Ältere Germanistik, Volkskunde und Religionsgeschichte und Direktor des Germanistischen Seminars an der Universität Marburg
- 1929/30 Rektor der Universität Marburg
- Sommersemester 1930 stellvertretender Leiter des Instituts für Grenz- und Auslandsdeutschtum
- 1931/32 Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Marburg
- 11.1933 Unterzeichner des Bekenntnisses der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat
- seit 1933 Mitglied der Nationalsozialistischen Kulturgemeinde in Marburg
- bis 15.6.1936 Mitglied der Bibliotheks-Kommission der Universität Marburg
- 1.10.1936 Emeritierung
- 1943 Verleihung des Brüder-Grimm-Preises der Universität Marburg
- bis 1958 Vorlesungstätigkeit an der Universität Marburg
- 1959 Ehrenmitglied der Modern Language Association of America
Funktion
- Marburg, Universität, Rektor, 1929/30
Studium
1889-1895 Studium der Germanischen Philologie, Vergleichenden Grammatik und Geschichte an den Universitäten Heidelberg, Leipzig und Freiburg im Breisgau
Netzwerk
Behagel, Wilhelm Maximilian Otto* <Lehrer>, GND, 1854-1936, Germanist
Akademische Qualifikation
- Herbst 1894 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Heidelberg mit einer Arbeit zur Rhythmik kurzer Reimpaare des 16. Jahrhunderts
- 1899 Habilitation an der Universität Gießen mit einer Arbeit über die Literatur der Deutschen Ordensritter
Akademische Vita
- Gießen, Universität / / / außerordentlicher Professor / 1904-1919
- Würzburg, Universität / / / ordentlicher Professor / 1919-1920
- Frankfurt am Main, Universität / / / ordentlicher Professor / 1920-1921
- Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / Ältere Germanistik, Volkskunde und Religionsgeschichte / ordentlicher Professor / 1921-1936
Akademische Ämter
1929/30 Rektor der Universität Marburg
1931/32 Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Marburg
Mitgliedschaften
1959 Ehrenmitglied der Modern Language Association of America
Lebensorte
Karlsruhe; Heidelberg; Leipzig; Freiburg im Breisgau; Gießen; Würzburg
Statusgruppe
Wissenschaftler/in
Familie
Vater
Helm, Karl, GND, 1825–1899, badischer Geheimrat, Direktor der Staats- und Eisenbahn-Schuldentilgungskasse, Sohn des Johann Philipp Helm, Schulmeister in Neckarwimmersbach, und der Eva Katharina Jakob
Mutter
Volz, Anna, 1830–1879, Tochter des Robert Wilhelm Volz, GND, 1806–1882, Dr. med., Obermedizinalrat in Karlsruhe, und der Pauline Sophie Zandt
Partner
Wolff, Anna Johanna* Sophie, (⚭ Heidelberg 5.6.1896) * Straßburg 20.3.1872, † Marburg 12.1.1941, evangelisch, Tochter des Nikolaus Friedrich* Franz Wolff, Stadtrat, und der Katharina Elisabeth Schmitt
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 915 Nr. 5760 (Marburg, Sterbenebenregister, 1941, Nr. 33)
- HStAM Bestand 915 Nr. 5809 (Marburg, Sterbenebenregister, 1960, Nr. 755)
Literatur
- Neue deutsche Biographie, Bd. 8, Berlin 1969, S. 491 f. (Ludwig Wolff)
- Holger Wagemann, Die Marburger Deutsche Philologie des Mittelalters, in: Kai Köhler/Burghard Dedner/Waltraud Strickhausen (Hrsg.), Germanistik und Kunstwissenschaften im „Dritten Reich“. Marburger Entwicklungen 1920–1950, München 2005, S. 233-250
- Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 2, Von 1911 bis 1971, Marburg 1979, S. 519 f.
- Schnack, Marburger Gelehrte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Marburg 1977, S. 169-183 (Walter Henss)
- Haupt/Lehnert, Chronik der Universität Gießen von 1607–1907, Gießen 1907, S. [67]
Bildquelle
Universitätsarchiv Marburg, Bildersammlung
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Helm, Karl* Hermann Georg“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16858_helm-karl-hermann-georg> (aufgerufen am 20.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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