Korff, Wilhelm Georg Max*

 
geboren
3.1.1880 Waxweiler (Kreis Prüm/Eifel)
gestorben
22.6.1946 Frankfurt am Main
Beruf
Lehrer, Magistratsoberschulrat, Kommunalpolitiker
Konfession
evangelisch

Wirken

Werdegang

  • 1886-1894 Volksschule in Remscheid und Goch (Rheinland)
  • 1894-1899 Lehrerausbildung in Reydt (Rheinland)
  • Unterrichtstätigkeit an verschiedenen Schulen im Regierungsbezirk Düsseldorf
  • nach der zweiten Lehrerprüfung in Wetzlar tätig
  • 6.1906 Prüfung als Mittelschullehrer, danach in Frankfurter Schulen tätig
  • 6.1907 Rektorenprüfung
  • ab 1.4.1908 Mittelschullehrer an der Bockenheimer Mittelschule
  • Mitglied im Nationalsozialen Verein
  • 1903 nach dessen Auflösung Beitritt zur Freisinnigen Volkspartei
  • 3.1910 Zusammenschluss der Freisinnigen Volkspartei mit der Freisinnigen Vereinigung und der Deutschen Volkspartei zur Fortschrittlichen Volkspartei
  • ab 1911 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Frankfurt am Main (Fortschrittliche Volkspartei)
  • 1914-1916 Einsatz im Ersten Weltkrieg, danach wieder als Lehrer in Frankfurt am Main tätig
  • ab 1919 Mitgliedder Stadtverordnetenversammlung in Frankfurt am Main (DDP, später DStP), dort Mitglied im Ältestenausschuss, dem Hauptausschuss, dem Magistratswahlausschuss, dem Schulausschuss und dem Wahlvorschlagsausschuss sowie in verschiedenen Deputationen
  • 1923-1930 Fraktionsvorsitzender der DDP
  • 1930-1933 Fraktionsvositzender der DStP
  • 27.10.1923 Wahl zum stellvertretenden Stadtschulrat, allerdings ohne staatliche Schulaufsichtsrechte
  • 28.1.1929 Wahl zum ordentlichen Magistratsschulrat
  • 1927-1929 Mitglied des „Reichsbanners“
  • 1923-1933 Veröffentlichung zahlreicher kritischer politischer und kommunalpolitischer Zeitungsartikel
  • Verbale Attacken gegen nationalsozialistische Stadtverordnete
  • 14.3.1933 nach erfolgreicher Wahl in das Stadtparlament vom Amt des Magistratsschulrats beurlaubt
  • Rücktritt vom Mandat mit Bezug auf die „Preußische Verordnung zur Behebung von Missständen in den Gemeinden“
  • 1.4.1933 Austritt aus der Deutschen Staatspartei
  • 30.8.1933 Entlassung als Magistratsschulrat aufgrund §4 des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ trotz Protests und juristischen Verhandlungen wegen angeblicher politischer Unzuverlässigkeit
  • Versetzung in den Ruhestand bei gekürztem Ruhegehalt
  • 1936 Beitritt zum Reichsluftschutzbund, tätig als Hauswart und Blockwart
  • 1938 Beitritt zur Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV)
  • 1941-1943 Mitglied der Deutschen Arbeitsfront (DAF)
  • 1940-1943 Korrektor für die Frankfurter Zeitung, nach deren Verbot erneut arbeitslos
  • Wohnung durch Bombenschaden verloren, beide Söhne im Krieg gefallen
  • 1.6.1945 Wiedereinsetzung als Magistratsschulrat im Wege der Wiedergutmachung
  • Mitglied des Untersuchungsausschusses für die Überprüfung der Volks- und Mittelschullehrer
  • 28.8.1945 Beförderung zum Magistratsoberschulrat
  • Herbst 1945 Beitritt zur Liberal-Demokratischen Partei (LDP), dort zweiter Vorsitzender
  • 10-12.1945 Mitglied des Frankfurter „Bürgerrats“ als Vertreter der LDP
  • 22.6.1946 Tod nach Krebsleiden

Funktion

  • Frankfurt am Main, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (Fortschrittliche Volkspartei, DDP, DStP), 1911-1933

Lebensorte

Remscheid; Goch; Rheydt

Familie

Vater

Korff, Wilhelm, Gerichtsdiener in Waxweiler

Mutter

Kaßner, Wilhelmine

Partner

Böntgen, Anna Maria, (⚭ Vohwinkel 19.7.1907) * 20.10.1879

Verwandte

  • Korff, Max <Sohn>, * Frankfurt am Main 6.3.1908, † gefallen im Zweiten Weltkrieg
  • Korff, Hans <Sohn>, * Frankfurt am Main 4.7.1911, † gefallen im Zweiten Weltkrieg

Nachweise

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Korff, Wilhelm Georg Max*“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16768_korff-wilhelm-georg-max> (aufgerufen am 17.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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