Jäger, Philipp* Josef
geboren
30.12.1875 Fritzlar gestorben
3.2.1948 Fritzlar Beruf
Lehrer, Kommunalpolitiker Konfession
katholischAndere Namen
Weitere Namen
Jäger, Philipp* Joseph
Wirken
Werdegang
- 1893-1896 Ausbildung zum Lehrer im Königlichen Schullehrer-Seminar in Fulda
- 1897-1900 Aushilfslehrer in Osthessen
- ab 1.4.1901 nach der zweiten Lehrerprüfung Anstellung an der Stadtschule in Naumburg (Kreis Wolfhagen)
- 1902 Eintritt in die Zentrumspartei
- ab 1.7.1911 Anstellung an der Willmannschule in Fechenheim bei Frankfurt (Main), nebenher Fort- und Weiterbildung
- 1914-1916 Kriegseinsatz in Frankreich und Belgien
- Vorsitzender des Bezirksvereins der Deutschen Zentrumspartei im Stadtteil Fechenheim
- 1928 erfolglose Kandidatur auf der Liste der Zentrumspartei bei den Wahlen für das Frankfurter Stadtparlament
- 5.1933 Eintritt in den Nationalsozialistischen Lehrerbund (NLB)
- 8.1933 nach erfolgloser Kandidatur bei den Frankfurter Kommunalwahlen Berufung als Nachrücker für Heinrich Schlarp (Zentrum), vermutlich als fraktionsloser Stadtverordneter
- Nach dem zum 1.1.1934 erlassenen neuen Gemeindeverfassungsgesetz keine Berufung in einen Fachausschuss für Abgeordnete ohne Angehörigkeit zur NSDAP, SA oder SS, daher Ende der offiziellen Amtszeit am 31.12.1933
- Keine Entlassung aus dem Schuldienst trotz der Beschuldigungen eines Kollegen wegen Feindschaft gegen den Nationalsozialismus
- 5.9.1934 gesetzlich verordneter Eid auf den „Führer“
- 1.4.1938 auf eigenen Antrag in den Ruhestand versetzt
- 7.1939 Rückkehr nach Fritzlar
Funktion
- Frankfurt am Main, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (Z), 1933
Lebensorte
Fulda; Naumburg (Hessen); Frankfurt am Main
Familie
Vater
Jäger, Josef, Lohgerbermeister, Landwirt
Mutter
Thiele, Auguste
Partner
Wiedemann, Pauline Juliana, (⚭ Fritzlar 28.4.1902) * Fritzlar 23.1.1877, Tochter des Maximilian Wiedemann, Uhrmacher, und der Maria Naegel
Verwandte
- Jäger, Maria <Tochter>, * Naumburg 17.9.1903
- Jäger, Therese* Martha <Tochter>, * Naumburg 30.12.1906, Gewerbelehrerin in hauswirtschaftlichen Berufsschulen
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 920 Nr. 1741 (Fritzlar, Heiratsnebenregister, 1902, Nr. 10)
- HStAM Bestand 920 Nr. 1824 (Fritzlar, Sterbenebenregister, 1948, Nr. 13)
Literatur
- Bermejo, Die Opfer der Diktatur. Frankfurter Stadtverordnete und Magistratsmitglieder als Verfolgte des NS-Staates, Frankfurt am Main 2006, S. 163 ff.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Jäger, Philipp* Josef“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16755_jaeger-philipp-josef> (aufgerufen am 13.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/16755