Bovenschen, Friedrich
geboren
7.1.1884 Neuss gestorben
3.10.1953 Frankfurt am Main Beruf
Former, Kommunalpolitiker Konfession
katholisch; konfessionslosAndere Namen
Weitere Namen
Bovenschen, Fritz
Wirken
Werdegang
- bis 1902 nach Besuch der Volksschule Lehre als Former
- ab 1907 mehrjährige Wanderschaft
- 9.10.1912 Umzug nach Frankfurt am Main
- wechselnde Wohnungen mit der Familie, ab 1928 Pützerstraße 93 in Frankfurt-Praunheim
- bis 1933 nach eigenen Angaben Distriktleiter der SPD
- 12.3.1933 erfolglose Kandidatur für das Frankfurter Stadtparlament auf der Liste der SPD
- 13.6.1933 nach Ausscheiden von Richard Schawer als Nachrücker verpflichtet
- während der Sitzung des Stadtparlaments gewaltsame Auseinandersetzung zwischen Abgeordneten der NSDAP und der SPD
- Juni 1933 Ausschluss der Mitglieder der SPD-Fraktion von der Ausübung ihrer Mandate im Stadtparlament durch ministerielle Entscheidung
- 30.8.1933 Benachrichtigung über die Unwirksamkeit seines Mandats
- 1933-1945 Mitglied der „Deutschen Arbeitsfront“
- 1932-1934 (oder bis 1937) arbeitslos
- ab 1938 Tätigkeit als Former bei der Firma Mayfahrt
- ab 1943 bei der Firma Pokorny-Wittekind
- 29.9.1943 als 59-Jähriger vom Kreiswehrersatzamt erfasst, über Einsatz im „Volkssturm“ nichts bekannt
- nach eigenen Angaben mehrfache Verhaftungen und Misshandlungen, er bezeichnete sich allerdings nicht als Verfolgten im Sinne des „Wiedergutmachungsgesetzes“
- 1945 erneut Distriktleiter der SPD in Praunheim.
- 1951-1954 Anstellung als Logenschließer bzw. Platzanweiser bei den Städtischen Bühnen Frankfurt, Ausscheiden auf eigenen Wunsch im Alter von 70 Jahren
Funktion
- Frankfurt am Main, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (SPD), 1933
Lebensorte
Frankfurt am Main
Familie
Partner
Schmid, Frieda, *Laufenburg (Schweiz) 24.1.1893, Heirat 24.1.1913
Verwandte
- Bovenschen, Friedrich <Sohn>, *17.5.1913
- Bovenschen, Friedrich <Sohn>, *4.4.1915
- Bovenschen, Klara Marie <Tochter>, *26.6.1916
- Bovenschen, Margarete Gertrud <Tochter>, *10.3.1922
- Bovenschen, Hermann <Sohn>, *10.4.1925
- Bovenschen, Helmut <Sohn>, *19.12.1926
Nachweise
Literatur
- Bermejo, Die Opfer der Diktatur. Frankfurter Stadtverordnete und Magistratsmitglieder als Verfolgte des NS-Staates, Frankfurt am Main 2006, S. 56 ff.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Bovenschen, Friedrich“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16594_bovenschen-friedrich> (aufgerufen am 21.04.2026)
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