Bender, Heinrich
geboren
28.7.1890 Astheim gestorben
27.5.1974 Gießen Beruf
Kommunalpolitiker, Kaufmann, Buchhalter Konfession
katholischWirken
Werdegang
- nach kaufmännischer Ausbildung in den 1930er Jahren als selbstständiger Kaufmann tätig
- 1910 Beitritt zur Deutschen Zentrumspartei, Mitglied bis zur Selbstauflösung der Partei am 5.7.1933
- 1920 nach Heirat Übersiedelung nach Frankfurt am Main
- 1920-1945 Vorstandsmitglied des Caritas-Verbandes (Mitglied bis 1947)
- Gründung des „Verein(s) Erwerblosenküche und Winternothilfe Schwanheim“
- 12.3.1933 erfolglose Kandidatur für das Frankfurter Stadtparlament
- 31.7.1933 Nachrücker für Christine Lill, Einführung 3.10.1933, eingetragen als Mitglied der aufgelösten Zentrumspartei
- nach dem zum 1.1.1934 erlassenen neuen Gemeindeverfassungsgesetz keine Berufung in einen Fachausschuss für Abgeordnete ohne Angehörigkeit zur NSDAP, SA oder SS, daher Ende der Amtszeit am 31.12.1933
- erklärt dem Oberbürgermeister seine Bereitschaft zur Mitarbeit in der Verwaltung als stark sozial eingestellter Katholik, aber keine weitere Berufung
- bis 1938 (eventuell bis 1943) selbstständiger Kaufmann
- ab 1943 Buchhalter bei der Frankfurter Firma A. Tewes
- 1940 Beitritt zur Nationalen Volkswohlfahrt (NSV), Mitglied bis 1945
- nach Einmarsch der US-Armee im März 1945 nach eigenen Angaben „Bezirksbürgermeister in der Frankfurter Stadtverwaltung“
- ab 29.10.1947 als Baumaterial-Großhändler wohnhaft in der Offenbacher Landstraße 24 (Sachsenhausen)
- ab 22.10.1965 Nebenwohnsitz in Wetzlar
Funktion
- Frankfurt am Main, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (Z), 1933
Lebensorte
Frankfurt am Main; Wetzlar
Familie
Vater
Bender, Andreas II.
Mutter
Schenk, Katharina
Partner
Merkel, Rosina, * Schwanheim 6.12.1891, † Wetzlar 6.12.1970, Heirat Frankfurt am Main 27.4.1920
Verwandte
- Bender, Maria <Tochter>, * Frankfurt am Main 18.5.1923
- Bender, Albrecht <Sohn>, * Frankfurt am Main 11.9.1927
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 906 Nr. 4 (Astheim, Geburtsnebenregister, 1890–1899, Nr. 22/1890)
Literatur
- Bermejo, Die Opfer der Diktatur. Frankfurter Stadtverordnete und Magistratsmitglieder als Verfolgte des NS-Staates, Frankfurt am Main 2006, S. 43 ff.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Bender, Heinrich“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16567_bender-heinrich> (aufgerufen am 19.04.2026)
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