Aschenbrenner, Johann Heinrich*

 
geboren
9.11.1879 Frankfurt am Main
gestorben
18.8.1941 Frankfurt am Main
Beruf
Güterbodenarbeiter, Gärtner, Gastwirt, Expedient, Zapfer, Kommunalpolitiker
Konfession
evangelisch; dissidentisch

Wirken

Werdegang

  • Besuch der Lersnerschule in Frankfurt am Main
  • ab 1895 Tätigkeiten als Ausläufer, Tagelöhner und Gärtner
  • zeitweise Aufenthalt außerhalb Frankfurts, unter anderem in München und Straßburg
  • 1904 Rückkehr nach Frankfurt am Main
  • 1904 und 1905 Haftstrafen in Frankfurt-Preungesheim und Lichtenau
  • ab 1910 verschiedene Arbeitsverhältnisse in Frankfurt am Main
  • 1920-1922 Güterbodenarbeiter bei der Eisenbahn
  • 1922 Strafverfahren und Geldstrafe wegen Aktivitäten im Rahmen des Eisenbahnerstreiks trotz des reichsweiten Streikverbots im Februar 1922
  • nach Entlassung von der Eisenbahn Tätigkeiten als Tagelöhner, Expedient, ab 1931 Gastwirt
  • 5.6.1928-7.2.1933 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt (KPD)
  • häufige verbale und tätliche Auseinandersetzungen mit anderen Stadtverordneten
  • in den 1930er Jahren Mitglied des Vorstandes der Lungentuberkulose-Vereinigung Groß-Frankfurt am Main
  • seit 1931 Betreiber einer Schankwirtschaft in der Altstadt, Treffpunkt von Kommunisten und KPD-Sympathisanten
  • Beteiligung an KPD-Aufmärschen und an der Organisation von kommunistischen „Erwerbslosendemonstrationen“
  • 1929 Strafverfahren wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt
  • 19.1.1933 politische Grabrede bei der Beerdigung eines Arbeiterkindes auf dem Friedhof von Neu-Ansbach führt zu juristischem Nachspiel und vorübergehender „Schutzhaft“ im März 1933
  • 8.6.1933 Verurteilung wegen Verübung „beschimpfenden Unfugs“ und Vergehens gegen §166 StGB zu sechs Wochen Gefängnis
  • September-Oktober 1933 nach längerem Widerspruchsverfahren Haft in Preungesheim
  • Ende 1935 Aufgabe der Gastwirtschaft nach zunehmenden finanziellen Schwierigkeiten, danach als Zapfer tätig

Funktion

  • Frankfurt am Main, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (KPD), 1928-1933

Familie

Vater

Aschenbrenner, Conrad Carl, * Streitberg 25.4.1850, Kupferschmied, Sohn des Conrad Aschenbrenner, Lehrer, und der Elisabetha Löffert

Mutter

Walther, Catharine Helene, * Frankfurt am Main 9.8.1856, Heirat Frankfurt am Main 15.5.1878, Tochter des Philipp Walther, Weißbindermeister, und der Dorothea Wilhelmine Fescher

Partner

Fischer, Josefine Sophie*, (⚭ Frankfurt am Main 26.5.1913) * Oberrad 21.8.1884, † nach 1975, Arbeiterin, Tochter des Johann Adam Fischer, städtischer Arbeiter und der Lina Walther

Nachweise

Quellen

  • Standesamt Frankfurt am Main I (mit Bornheim): Heiratsregister (Einträge 351–700) 24.4.1878–9.8.1878, Nr. 410
  • Standesamt Frankfurt am Main I: Heiratsregister (Einträge 297–592) 18.4.1913–10.7.1913, Nr. 457
  • HStAM Bestand 903 Nr. 8933 (Mitte (Frankfurt), Geburtsnebenregister, 1879, Nr. 3689)
  • HStAM Bestand 903 Nr. 11122 (Frankfurt IV, Sterbenebenregister, 1941, Nr. 1769/IV)

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Aschenbrenner, Johann Heinrich*“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16522_aschenbrenner-johann-heinrich> (aufgerufen am 16.04.2026)

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