Anhalt-Köthen, Louise Prinzessin von

 
geboren
15.1.1779 Darmstadt
gestorben
18.4.1811 Köthen (Anhalt)
Beruf
GND-Explorer
1330322584

Andere Namen

Geburtsname

Hessen-Darmstadt, Louise%Landgräfin von

Familie

Vater

Hessen und bei Rhein, Ludewig I. Großherzog von, * Prenzlau 14.6.1753, † Darmstadt 6.4.1830

Mutter

Hessen-Darmstadt, Luise* Caroline Henriette Prinzessin von, * Darmstadt 15.2.1761, † Auerbach/Bergstraße (Fürstenlager) 24.10.1829

Partner

Ludwig, Anhalt-Köthen, Prinz, GND, (⚭ Darmstadt 27.7.1800) * Köthen 25.9.1778, † Köthen 16.9.1802, Sohn des Karl Georg Leberecht Fürst zu Anhalt-Köthen, GND, 1730–1789, und der Louise Charlotte Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, GND, 1749–1812

Verwandte

Leben

Aus der Biografie

Die festlich begangene Hochzeit der einzigen Tochter des nachmaligen ersten Großherzogs von Hessen stand unter keinem guten Stern. Der nur wenige Monate ältere Ehemann starb zu Beginn des dritten Ehejahrs. Ein erster Sohn wurde nur wenige Monate alt. Sohn Ludwig wurde am Tag der väterlichen Beisetzung postum geboren. Frucht der offenbar nicht nur beruflichen Beziehung zu dem als Hofmeister des Jungen angeheuerten Pfarrkandidaten Friedrich Sauerbrunn war Louises im Mai 1805 geborene Tochter Emma Luise. Als dann 1811 zunächst Prinzessin Louise, ein Jahr später ihr kinderloser Schwager und Mitvormund Fürst August Christian (1769–1812) starben, womit das Fürstentum seinem knapp zehnjährigen Neffen Ludwig zufiel, übernahm der Darmstädter Großherzog die Vormundschaft. Mit dem inzwischen zum Geistlichen Rat beförderten Sauerbrunn kamen beide Kinder nach Darmstadt, wo 1815 auch der Halb-Vater starb. Der junge Fürst in spe bezog für die Folgejahre mit seinem Gouverneur Major von Below eine anständige Wohnung (zwölf Zimmer) im Markt-Palais. Prinz Ludwig zog im Sommer 1818 nach Leipzig, um die Ausbildung an der dortigen Universität fortzusetzen, starb aber bereits am 16. Dezember des Jahres. Überlebt hat lediglich die Halbschwester Emma Sauerbrunn, die man 1815 Gymnasialdirektor Lorenz Schmeidler (1761–1835) in Worms zur Erziehung und Vaterspflege übergeben hatte. Sie heiratete mit einer Aussteuer, die von der Landesschuldentilgungskasse in Darmstadt aus der dort deponierten Mitgift der Mutter bezahlt wurde, 1830 Hauptmann Wilhelm Gerlach (1795–1878) vom Wormser Infanterieregiment und wurde dazu vom jüngeren Bruder der Mutter, Prinz Georg, adoptiert; Georg machte den späteren Generalmajor Gerlach zu seinem Adjutanten und ließ ihn 1838 in den Freiherrnstand erheben. Das Ehepaar – Emma starb 1873 – hinterließ drei Kinder: einen Sohn Ludwig, der österreichischer Offizier wurde, und zwei unverheiratete Töchter, die in Auerbach an der Bergstraße lebten.
Eckhart G. Franz
(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 342 f.)

Nachweise

Literatur

Bildquelle

Herzogin Luise von Anhalt-Köthen mit Sohn Ludwig, Pastell von F. E. Wagner (nach F. A. Tischbein), Hessische Hausstiftung, Schlossmuseum Darmstadt H 21056 (beschnitten), in: Franz, Das Haus Hessen, Darmstadt 2012, S. 342

Siehe auch

Extern

Biografische Angebote

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Anhalt-Köthen, Louise Prinzessin von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16312_anhalt-koethen-louise-prinzessin-von> (aufgerufen am 21.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/16312