Anhalt-Dessau, Elisabeth Erbprinzessin von

Anhalt-Dessau, Elisabeth Erbprinzessin von
Andere Namen
Geburtsname
Hessen, Elisabeth%Prinzessin von
Familie
Vater
Mutter
Partner
Anhalt, Leopold Erbprinz von, (⚭ Philippsruhe 26.5.1884) * Dessau 18.7.1855, † Cannes 2.2.1886, Sohn des Friedrich I. Herzog von Anhalt, GND, * Dessau 29.4.1831, † Ballenstedt 24.1.1904, und der Antoinette Prinzessin von Sachsen-Altenburg, * Bamberg 17.4.1838, † Berchtesgaden 13.10.1908
Verwandte
- Hessen, Friedrich Wilhelm* (II.) Landgraf von <Bruder>, 1854-1888
- Hessen, Alexander Friedrich Landgraf von <Bruder>, 1863-1945
- Hessen, Friedrich Karl Landgraf von <Bruder>, 1868-1940
- Vincke, Sibylle Freifrau von <Schwester>, 1877-1953
Leben
Aus der Biografie
Die älteste Tochter Landgraf Friedrich Wilhelms wurde im „Prinz Frederiks Palais“ in Kopenhagen geboren. 1868 zog die Familie nach Schloss Panker und 1880 in das prunkvoll umgebaute Schloss Philippsruhe. Im selben Jahr erhob Landgraf Friedrich Wilhelm mit Gründung der Fideikommissstiftung unter anderem die Verheiratung der Töchter mit einem christlichen souveränen Fürstenhaus zum Familiengesetz. Daher reagierte man 1883 auf die Anfrage aus Darmstadt nach einer möglichen Vermählung von Prinzessin Elisabeth mit Prinz Ludwig von Battenberg entschieden ablehnend. Um eine direkte Absage zu vermeiden, wurde Elisabeth nach Anhalt geschickt, wobei man hoffte, dass sich die freundschaftliche Beziehung zwischen ihr und dem Erbprinzen Leopold verfestigen werde. Im Mai 1884 wurde auf Schloss Philippsruhe in Anwesenheit vieler Fürstlichkeiten – unter anderem der russischen Kaiserin und des preußischen Kronprinzen – Hochzeit gefeiert. Elisabeths Eheglück war jedoch nur von kurzer Dauer. Nach der Geburt ihrer Tochter Antoinette (1885–1963) erkrankte Erbprinz Leopold an einem Lungenleiden. Während des empfohlenen längeren Kuraufenthalts in Italien und Frankreich verstarb er in Cannes. Elisabeth bezog als Witwe Schloss „Georgium“ im weitläufigen Landschaftsgarten nordwestlich von Dessau. Sie erlebte dort die politischen Umbrüche des Ersten und Zweiten Weltkrieges. 1945 wurde Schloss Georgium Volkseigentum, danach Sitz der sowjetischen Kommandantur. Erbprinzessin Elisabeth wohnte in ihren letzten Lebensjahren in einer Villa außerhalb der Parkanlage.
Christine Klössel
(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 177)
Nachweise
Literatur
- Franz, Das Haus Hessen. Ein biographisches Lexikon, Darmstadt 2012, Nr. HK 83, S. 177 (Christine Klössel)
Bildquelle
Erbprinzessin Elisabeth von Anhalt-Dessau, Foto: Archiv der Hessischen Hausstiftung B 1842 (beschnitten), in: Franz, Das Haus Hessen, Darmstadt 2012, S. 177
Siehe auch
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Anhalt-Dessau, Elisabeth Erbprinzessin von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/15889_anhalt-dessau-elisabeth-erbprinzessin-von> (aufgerufen am 12.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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