Weiß, Otto Wilhelm Theodor*

 
geboren
11.9.1796 Hofgeismar
gestorben
9.8.1875 Kassel
Beruf
Offizier, Abgeordneter
Konfession
evangelisch
GND-Explorer
1195817649

Wirken

Werdegang

  • Besuch der Lateinschule in Hofgeismar
  • 11.3.1812 Eintritt in die westphälische Chasseur-Garde (Chasseur, ab 15.8.1812 Corporal, ab 15.11.1812 Fourier, 15.5.1813 Sergeant-Major)
  • November 1813 Übertritt ins Lager der Aliierten
  • Teilnehmer an den Feldzügen an Saale und Elbe (1813), in Frankreich (20.1.-30.5.1814) und in Baden (3.6.-18.8.1849)
  • 15.11.1813 Mitglied des Jägerkorps (7.12.1813 Oberjäger)
  • 27.12.1813 Seconde-Leutnant im 2. Landwehr-Regiment
  • 23.11.1814 Versetzung ins Garde-Grenadier-Regiment (16.4.1814 Premierleutnant), ab 26.1.1819 Regimentsadutant
  • insgesamt dreimal wurden Dienststrafen über ihn verhängt: am 22.2.1816 drei Tage Arrest, weil er „nicht zum Gewehr gehörig gekommen“, ein weiterer Arrest vom 26.-29.2.1826 und am 26.4.1839 acht Tage Hausarrest wegen Überschreitung seiner Dienstbefugnisse
  • 1.5.1821 Versetzung ins Leibgarde-Regiment, 22.12.1827 Beförderung zum Kapitän
  • 1832/33 Verfasser einiger Feuilletons für die Kasseler „Wöchentlichen Unterhaltungen“
  • 1833 Mitglied der Kurhessischen Ständeversammlung als Vertreter des Grafen von Ysenburg-Büdingen (gemäßigt liberal)
  • nachdem die Standesherrlichkeit seines Mandats bestritten wurde, verzichtete er im Juli 1833 auf das Mandat
  • 1.10.1835 Versetzung zum Generalstab
  • 19.1.1836 Versetzung ins Leibgarde-Regiment
  • 4.9.1836 Major (2.6.1844 Oberstleutnant) im 1. Infanterie-Regiment, ab 7.8.1842 Kommandeur des 2. Bataillons
  • 1843/44 und 1846/47 Mit-Direktor der Militär-Witwen- und Waisenanstalt
  • 15.3.1846 Versetzung ins Leibgarde-Regiment
  • 5.1.1847-13.4.1848 Assessor bei der Militär-Studien- und Examinationskommission
  • 21.3.1847 interimistischer Chef des kurhessischen Generalstabs
  • 10.3.-31.7.1848 Provisorischer Vorstand des kurhessischen Kriegsministeriums
  • 31.7.1848 Entlassung auf Nachsuchen, Versetzung in den Wartestand
  • 14.9.1848 interimistischer Kommandeur (ab 22.1.1849 Kommandeur) des 3. Infanterieregiments (12.4.1849 Beförderung zum Oberst)
  • 26.11.1850 Versetzung in den Wartestand
  • 18.3.1851 interimistischer Kommandant von Rinteln (ohne eigene Garnison)
  • nach der preußischen Okkupation am 16.11.1866 mit dem Charakter eines Generalmajors zur Disposition gestellt
  • ab Mai 1867 in Kassel wohnhaft

Funktion

  • Kurhessen, 03. Landtag, Mitglied, 1833
  • Kurhessen, Kriegsminister, 1848

Lebensorte

Hofgeismar

Familie

Vater

Weiß, Karl Friedrich, * Hofgeismar-Altstadt 17.6.1760, † Hofgeismar-Neustadt 11.7.1832, Pfarrer in Hofgeismar-Neustadt, Sohn des Samuel Weiß, 1730-1782, Stadtaktuarius, und der Jakobine Elisabeth Kohlhepp, 1735-1762

Mutter

Lautemann, Maria Philippina, * Velmeden 18.1.1764, † Hofgeismar-Neustadt 7.5.1825, Heirat Velmeden 25.5.1785, Tochter des Georg Christian Lautemann, Pfarrer aus Velmeden, und der Luise Adelgunde Isenhut

Partner

Heidecker, Catharina Charlotte Christiane*, (⚭ 4.11.1828) † 21.3.1874, Tochter des N.N. Heidecker, kurhessischer Oberpostrat

Verwandte

  • Meisterlin, Luise, geb. Weiß <Schwester>, * Hofgeismar-Neustadt 28.6.1792, † Kassel 1834 (1843?), verheiratet 1813 mit Johann Friedrich* Meisterlin
  • Weiß, Christian Wilhelm* Ludwig <Bruder>, * Hofgeismar-Neustadt 6.8.1792, Metropolitan in Hofgeismar-Altstadt

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Weiß, Otto Wilhelm Theodor*“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/15177_weiss-otto-wilhelm-theodor> (aufgerufen am 23.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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