Greiner, Daniel

 
geboren
27.10.1872 Pforzheim
gestorben
8.6.1943 Jugenheim a. d. Bergstraße
Beruf
Theologe, Pfarrer, Künstler, Schriftsteller, Politiker, Abgeordneter
Titel
Dr. phil.
Konfession
evangelisch
GND-Explorer
140806121

Wirken

Werdegang

  • benannt nach dem ältesten Ahnen der Mutter im Kirchenbuch Neckarzimmern: Daniel Elker, Sohn des Konrad Elker aus Bödigheim, verheiratet 1686 mit Anna Maria Döttlein, Bürgerstochter aus Neckarzimmern (vgl. Bummel, S. 16 f.)
  • Gymnasium Worms
  • Studium der Philologie und Theologie an der Universität Gießen
  • Doktor der Philosophie Gießen über Kant
  • 1897-1901 Rektor und Pfarrer in Schotten
  • ab 1901 Bildhauer, Anregung hierzu von Joseph Maria Olbrich
  • Künstlerakademie Paris, Bildhauerschule Berlin
  • 1903 Lehrer an der Großherzoglichen Kunstakademie in Darmstadt, wohnhaft in Jugenheim, 1903-1906 Mitglied der Darmstädter Künstlerkolonie
  • Schaffung von Grabdenkmälern (Grabdenkmal von Rade in Marburg, Merck in Darmstadt, ... in Lüdenscheid; Ehefrau des Sanitätsrat Jakob Becker, 1864-1949, in Gießen-Rodtberg, Johanna, geb. Noll, 1856-1905; Pfarrer Wilhelm Hotz, 1873-1910, in Gießen-Rodtberg)
  • 1904 Darmstadt, Platanenhain: Das sterbende Wasserweib
  • 1905 Gründung der „Johannismappe“, einer Kunstzeitschrift im Selbstverlag, darin Gesichter, Bilder der Schöpfung, zum Alten Testament und den Evangelien
  • 1911 Maler, Freskomaler in den Kirchen: Kinderkirche auf dem Heuberg, Kruzifix der Johanniskirche in Karlsruhe, der Peterskirche in Heidelberg, der Kirche in Rötteln
  • Kriegsopferdenkmäler (Stockstadt am Rhein, Jülich)
  • Friedensbrunnen und Rathausbrunnen in Jugenheim
  • Lutherbüste in Offenbach
  • Grafiker, Medailleur: Schiller- und Goethe-Medaillen
  • Schriftsteller
  • 1917-1918 Kriegsdienst
  • 1924-1927 (als Nachfolger von Adam Heinrich Ebner) Mitglied des Hessischen Landtages (KPD)

Funktion

  • Hessen, Volksstaat, 02. Landtag, Mitglied (KPD), 1924
  • Hessen, Volksstaat, 03. Landtag, Mitglied (KPD), 1924-1927

Werke

  • An die Nacht, Darmstadt: Selbstverlag 1904
  • Jesus. Dramatische Dichtung von Dr. Daniel Greiner mit 6 Steinzeichnungen und Buchschmuck vom Verf., Darmstadt: H. Hohmann 1907
  • Jesus der Zimmermann, Felsberg-Hefte 1. 1921
  • Studien und Skizzen zu einem Selbstbildnis, 3. Felsbergheft, 1926
  • 4. Felsbergheft: Kirmes auf dem Friedhof, Jugenheim
  • Bummel in mein Kinderland. Felsberg-Verlag, Jugenheim a.d.B., 1934

Lebensorte

Worms; Gießen; Schotten

Familie

Vater

Greiner, Jakob Friedrich*, Regiments-Schuhmacher bei den Dragonern in Mannheim, Gründer der evangelischen Kinderschulen der Stadt Worms und des evangelischen Schwesternhauses Bethesda

Mutter

Elker, Katharina Christine

Partner

Suppes, Anna Lina Charlotte Emilie*, (⚭ Weinheim 14.3.1899)

Verwandte

  • Greiner, Hans Baldung <Sohn>, * 8.11.1917
  • Greiner, Waltraud, verlobt 1921 mit Hans Fladung
  • Greiner, Odin <Sohn>, 1904-1969, Bildhauer
  • Greiner, Baldur <Enkel>, * Darmstadt 25.11.1946, 1961 Holzschnitzerlehre in Erbach bei Jan Holzschuh, 1964 Werkkunstschule in Darmstadt, 1968 Hamburger Kunsthochschule, seit 1964 freischaffender Bildhauer in Darmstadt
  • Wißwesser, Paul <Großonkel>, Haupt einer Sekte im Odenwald und Kraichgau, in Mannheim lebend

Nachweise

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Greiner, Daniel, “, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/1213_greiner-daniel_greiner-daniel> (aufgerufen am 29.11.2025)

Kurzform der URL für Druckwerke

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