Beyschlag, Johann Heinrich Christoph Willibald*

Beyschlag, Johann Heinrich Christoph Willibald*
Wirken
Werdegang
- Besuch des Gymnasiums in Frankfurt am Main
- Studium der Theologie und Philologie an den Universitäten Bonn (bei Johanna und Gottfried Kinkel) und Berlin (bei Schleiermacher)
- fünf Jahre Kandidat in Frankfurt am Main, zwei theologische Examen, Lehrer an höheren Töchterschulen
- Hilfsprediger in Koblenz
- 1850 Hilfsprediger in Trier
- 1856 Hofprediger in Karlsruhe
- 1860 D.Theol. h.c. Universität Königsberg i.Pr.
- 1860 Professor der praktischen Theologie, dann für Neues Testament in Halle a.S.
- 1866 und 1894 Rektor der Universität Halle-Wittenberg, auch Universitätsprediger
- 1873 Mitbegründer der „Evangelischen Vereinigung“
- 1886 Mitgründer des „Evangelischen Bundes zur Wahrung der deutschen protestantischen Interessen“
- vertrat die Universität Halle-Wittenberg im Preußischen Herrenhaus
- Königlich Preußischer Rother Adler-Orden 3. Klasse
Netzwerk
Werke
- Aus meinem Leben, 2 Bde. (1896/1899)
- Aus dem Leben eines Frühvollendeten (1858), 7. Auflage 1895 [Biographie des Bruders Franz].
- Neutestamentliche Theologie, 2 Bde., 2. Auflage 1896.
- Zur deutsch-christlichen Bildung, Gesammelte Vorträge, 2. Auflage 1899.
- Das Leben Jesu, 2 Bde., 5. Auflage 1912.
- Christenlehre, 4. Auflage 1917.
Lebensorte
Frankfurt am Main; Bonn; Berlin; Koblenz
Familie
Vater
Beyschlag, Johann August, * Cunreuth 11.3.1787, † Frankfurt am Main 21.9.1861, Bürger und Handelsmann in Cunreuth, floh vor den bayerisch-napoleonischen Konskriptionen 1809 nach Frankfurt am Main, dort zuletzt Buchhalter der Städtischen Sparkasse, Sohn des Johann Friedrich Beyschlag, Schreinermeister in Cunreuth, und der Elisabeth Kunst
Mutter
Deckenbach, Elisabeth Maria Margaretha, * Frankfurt am Main 14.3.1793, † Frankfurt am Main 24.12.1858, Heirat 26.8.1822, Tochter des Johann Heinrich Deckenbach, aus Frischborn, † 1814, Bürger und Güterschaffner in Frankfurt am Main, und der Susanna Rebekka Hahn, † 1817, Tochter des Johann Bernhard Hahn, Beisass und Tuchbereiter in Frankfurt am Main, und der Anna Elisabeth Eisenschneider
Partner
Clemen, Maria, * Lemgo 1833, † 1894, Heirat Lemgo 22.9.1852, Tochter des Dr. Heinrich Clemen, Prorector am Gymnasium in Lemgo
Verwandte
- Pahncke, Helene, geb. Beyschlag <Tochter>, 1855, verheiratet mit Karl Hermann Pahncke, 1850-1912, Pfarrer in Zöschen, Darmstadt, an der Kreuzkirche in Bonn, 1900 Professor und Inspektor an der Landesschule Pforta, Superintendent
- Beyschlag, Franz <Sohn>, 1856-1935, Geologe, Direktor der Geologischen Landesanstalt und Vorsitzender der Deutschen Geologischen Gesellschaft
- Pahncke, Max* Willibald Heinrich <Enkel>, * Zöschen, Krs. Merseburg, 15.8.1882, GND, Dr.phil., Pädagoge, Oberstudiendirektor in Neuhaldensleben, Ballenstedt
- Pahncke, Robert <Enkel>, 1885-1977, GND, Pädagoge, Autor
- Beyschlag, Henriette <Schwester>, GND, * Frankfurt am Main 5.1.1817, † Frankfurt am Main 3.2.1841, erstes Kind an der Frankfurter Gehörlosenschule von 1827
- Beyschlag, Auguste <Schwester>, 1819-1840
- Beyschlag, Franz <Bruder>, 1826-1856, Pfarrer in Neuwied
- Beyschlag, Emil <Bruder>, 1828-1840
- Beyschlag, Johanna <Schwester>, 1831
- Beyschlag, Heinrich <Bruder>, 1838-1840
Nachweise
Quellen
- Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt am Main: Beyschlag, Johann August, Nachlassakten, 1866, Nr. 11.
Literatur
- Neue deutsche Biographie, Bd. 2, Berlin 1955, S. 209 f. (Peter Meinhold)
- Frankfurter Biographie, Bd. 1, Frankfurt am Main 1994, S. 69 (Sabine Hock)
- Mitteldeutsche Lebensbilder I, 1926, S. 271-281 (Max Pahncke);
- Gottfried Maron, Willibald Beyschlag und die Entstehung des Evangelischen Bundes. In: Evangelisch und Ökumenisch. Beiträge zum 100jährigen Bestehen des Evangelischen Bundes, Göttingen 1986, S. 19-44.
- Karl Hermann Pahncke, Willibald Beyschlag. Ein Gedenkblatt, Tübingen 1905.
Weblinks
Bildquelle
Wikipedia (via Wikimedia: Der evangelische Theologe Willibald Beyschlag (1823-1900))
Siehe auch
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Quellen und Materialien
Extern
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Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Beyschlag, Johann Heinrich Christoph Willibald*“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/11361_beyschlag-johann-heinrich-christoph-willibald> (aufgerufen am 22.04.2026)
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