Pfeiffer, Burkard Wilhelm

 
geboren
7.5.1777 Kassel
gestorben
4.10.1852 Kassel
Beruf
Jurist, Oberappellationsgerichtsrat, Abgeordneter, Politiker
Titel
Dr. jur.
Konfession
evangelisch-reformiert
GND-Explorer
116162791

Andere Namen

Weitere Namen

Pfeiffer, Burchhard Wilhelm
Pfeiffer, Burkhard Wilhelm

Wirken

Werdegang

  • Schulbesuch auf dem Marburger Pädagogium
  • Studium der Rechte in Marburg
  • 1798 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Marburg
  • 1805 Regierungsarchivar
  • am Appellationsgerichtshof des Königreichs Westphalen
  • 1813 Regierungsrat in Kassel
  • 1817, 1821 Oberappellationsgerichtsrat in Kassel
  • 1843 Ruhestand
  • 1831 Mitglied der Kurhessischen Ständeversammlung (1. Landtag) für die Bauern des Diemelstroms (gemäßigt liberal)
  • erster Präsident der Ständekammer. „Da seine Wahl zum Landstand wegen eines Formfehlers wiederholt werden mußte und inzwischen ein anderer Präsident ernannt war, trat er in der Folge als einfaches Mitglied in die Ständeversammlung ein und wurde nach deren Auflösung zum ersten Vorstande des bleibenden Ausschusses gewählt.“ (Losch, S. 43)
  • 1833 Mitglied der Kurhessischen Ständeversammlung (3. Landtag) für die Stadt Marburg, „erhielt er nicht die Genehmigung der Regierung zur Annahme der Wahl“ (Losch, S. 43)
  • „Hervorragender Jurist, wegen seines Hauptwerkes „Praktische Ausführungen aus allen Theilen der Rechtswissenschaft der ‚praktische Pfeiffer‘ genannt.“ (Losch, S. 43), in heftigen Konflikten mit Ludwig Hassenpflug
  • 1834 Herausgeber einer „Geschichte der landständischen Verfassung in Kurhessen“

Funktion

  • Kurhessen, 01. Landtag, Mitglied, 1831-1832
  • Kurhessen, 03. Landtag, Mitglied, 1833
  • Kurhessen, Landtag, Präsident, 1831-1832

Werke

  • Praktische Ausführungen aus allen Theilen der Rechtswissenschaft. Mit Erkenntnissen des Oberappellationsgerichts zu Cassel, 8 Bde., Hannover 1825-1846.
  • Einige Worte über den Entwurf einer Verfassungs-Urkunde für Kurhessen vom 7. October 1830, Cassel o.J. [1830].
  • Darstellung der Lage der landständischen Geschäftsverhältnisse bei Auflösung der Ständeversammlung am 26. Juli 1832, Namens des permanenten landständischen Ausschusses entworfen von dessen Vorstande, o.O., o.J. [Kassel 1832].
  • (Hg.), Geschichte der landständischen Verfassung in Kurhessen, 1834
  • Geschichte der landständischen Verfassung in Kurhessen. Ein Beitrag zur Würdigung der neueren teutschen Verfassungen überhaupt. Aus authentischen Quellen mitgetheilt, Cassel 1834.
  • Fingerzeige für alle deutschen Ständeversammlungen (1849)

Lebensorte

Marburg; Kassel

Familie

Vater

Pfeiffer, Johann Jacob*, 1740-1791, Professor der Theologie in Marburg

Mutter

Rüppel, Lucie Rebecka, * 13.10.1752, † Marburg 11.1.1784, Heirat Kassel 24.3.1772, Tochter des Johannes Rüppel, Konsistorialrat und Dekan des Stifts St. Martin in Kassel

Partner

Harnier, Louise, * Kassel 12.6.1778, † Kassel 22.12.1847, Heirat 20.12.1801, Tochter des Johann Kaspar Harnier, Geheimer Kriegsrat, und der Susanne Henriette Dupré

Verwandte

  • Pfeiffer, Karl* Kaspar Jakob <Sohn>, 1803-1831, GND, Gerichtsassessor, Librettist für Spohr
  • Pfeiffer, Karl Georg Louis* <Sohn>, 1805-1877, Dr.med., praktischer Arzt in Kassel, Naturforscher
  • Spohr, Marianne* Sophie Henriette, geb. Pfeiffer, 1807-1892, verheiratet 3.1.1836 Louis Spohr, 1784-1859, Dr., Hofkapellmeister, Generalmusikdirektor
  • Pfeiffer, Luise Katharine Karoline* <Tochter>, 1809-1886
  • Pfeiffer, Friedrich* Moritz Christian <Neffe>

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Pfeiffer, Burkard Wilhelm“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/10399_pfeiffer-burkard-wilhelm> (aufgerufen am 22.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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