Pfeiffer, Burkard Wilhelm

Pfeiffer, Burkard Wilhelm
Andere Namen
Weitere Namen
Pfeiffer, Burchhard Wilhelm
Pfeiffer, Burkhard Wilhelm
Wirken
Werdegang
- Schulbesuch auf dem Marburger Pädagogium
- Studium der Rechte in Marburg
- 1798 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Marburg
- 1805 Regierungsarchivar
- am Appellationsgerichtshof des Königreichs Westphalen
- 1813 Regierungsrat in Kassel
- 1817, 1821 Oberappellationsgerichtsrat in Kassel
- 1843 Ruhestand
- 1831 Mitglied der Kurhessischen Ständeversammlung (1. Landtag) für die Bauern des Diemelstroms (gemäßigt liberal)
- erster Präsident der Ständekammer. „Da seine Wahl zum Landstand wegen eines Formfehlers wiederholt werden mußte und inzwischen ein anderer Präsident ernannt war, trat er in der Folge als einfaches Mitglied in die Ständeversammlung ein und wurde nach deren Auflösung zum ersten Vorstande des bleibenden Ausschusses gewählt.“ (Losch, S. 43)
- 1833 Mitglied der Kurhessischen Ständeversammlung (3. Landtag) für die Stadt Marburg, „erhielt er nicht die Genehmigung der Regierung zur Annahme der Wahl“ (Losch, S. 43)
- „Hervorragender Jurist, wegen seines Hauptwerkes „Praktische Ausführungen aus allen Theilen der Rechtswissenschaft der ‚praktische Pfeiffer‘ genannt.“ (Losch, S. 43), in heftigen Konflikten mit Ludwig Hassenpflug
- 1834 Herausgeber einer „Geschichte der landständischen Verfassung in Kurhessen“
Funktion
- Kurhessen, 01. Landtag, Mitglied, 1831-1832
- Kurhessen, 03. Landtag, Mitglied, 1833
- Kurhessen, Landtag, Präsident, 1831-1832
Werke
- Praktische Ausführungen aus allen Theilen der Rechtswissenschaft. Mit Erkenntnissen des Oberappellationsgerichts zu Cassel, 8 Bde., Hannover 1825-1846.
- Einige Worte über den Entwurf einer Verfassungs-Urkunde für Kurhessen vom 7. October 1830, Cassel o.J. [1830].
- Darstellung der Lage der landständischen Geschäftsverhältnisse bei Auflösung der Ständeversammlung am 26. Juli 1832, Namens des permanenten landständischen Ausschusses entworfen von dessen Vorstande, o.O., o.J. [Kassel 1832].
- (Hg.), Geschichte der landständischen Verfassung in Kurhessen, 1834
- Geschichte der landständischen Verfassung in Kurhessen. Ein Beitrag zur Würdigung der neueren teutschen Verfassungen überhaupt. Aus authentischen Quellen mitgetheilt, Cassel 1834.
- Fingerzeige für alle deutschen Ständeversammlungen (1849)
Lebensorte
Marburg; Kassel
Familie
Vater
Mutter
Rüppel, Lucie Rebecka, * 13.10.1752, † Marburg 11.1.1784, Heirat Kassel 24.3.1772, Tochter des Johannes Rüppel, Konsistorialrat und Dekan des Stifts St. Martin in Kassel
Partner
Harnier, Louise, * Kassel 12.6.1778, † Kassel 22.12.1847, Heirat 20.12.1801, Tochter des Johann Kaspar Harnier, Geheimer Kriegsrat, und der Susanne Henriette Dupré
Verwandte
- Pfeiffer, Karl* Kaspar Jakob <Sohn>, 1803-1831, GND, Gerichtsassessor, Librettist für Spohr
- Pfeiffer, Karl Georg Louis* <Sohn>, 1805-1877, Dr.med., praktischer Arzt in Kassel, Naturforscher
- Spohr, Marianne* Sophie Henriette, geb. Pfeiffer, 1807-1892, verheiratet 3.1.1836 Louis Spohr, 1784-1859, Dr., Hofkapellmeister, Generalmusikdirektor
- Pfeiffer, Luise Katharine Karoline* <Tochter>, 1809-1886
- Pfeiffer, Friedrich* Moritz Christian <Neffe>
Nachweise
Quellen
Literatur
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 25, Leipzig 1887, S. 633 f. (Karl Wippermann)
- Neue deutsche Biographie, Bd. 20, Berlin 2001, S. 324 f. (Karl H. L. Welker)
- Grothe, Die Abgeordneten der kurhessischen Ständeversammlungen 1830–1866, Marburg 2016, Nr. 338
- Kassel Lexikon, hrsg. von der Stadt Kassel, Bd. 2, Kassel 2009, S. 131 (Edgar Liebmann)
- Lengemann, MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, S. 292
- Wannagat (Hrsg.), Kassel als Stadt der Juristen (Juristinnen), Köln u. a. 1990, S. 479-481
- Schnack (Hrsg.), Lebensbilder aus Kurhessen und Waldeck 1830–1930 Bd. 2, Marburg 1940, S. 308-321 (Rudolf Bovensiepen)
- Losch, Die Abgeordneten der Kurhessischen Ständeversammlungen von 1830 bis 1866, Marburg 1909, S. 43
- Justi, Fortsetzung von Strieder's Hessischer Gelehrten- u. Schriftsteller-Geschichte und Nachträge zu diesem Werk, Cassel 1831, S. 484
- F. W. Strieder, Grundlage zu einer hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, Bd. 21, S. 109;
- August Ludwig Pfeiffer, Familie Pfeiffer. Eine Sammlung von Lebensbildern und Stammbäumen, Kassel 1886, S. 6-23, 101 f.
Bildquelle
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Quellen und Materialien
Extern
Biografische Angebote
- Allgemeine Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Neue Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Index Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Kalliope - Verbundkatalog Nachlässe, Autographensammlungen und Verlagsarchive: Öffnet in neuem Fenster
- Wikipedia: Öffnet in neuem Fenster
- Hess. Abgeordnete = Hessische Parlamentarismusgeschichte – Abgeordnete: Öffnet in neuem Fenster
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Pfeiffer, Burkard Wilhelm“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/10399_pfeiffer-burkard-wilhelm> (aufgerufen am 22.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/10399