Böhmer, Johann Friedrich
geboren
22.4.1795 Frankfurt am Main gestorben
22.10.1863 Frankfurt am Main Beruf
Archivar, Bibliothekar, Historiker, Abgeordneter Titel
Dr. jur. Konfession
evangelisch GND-Explorer
118660748
Böhmer, Johann Friedrich
Wirken
Werdegang
- 1804-1807 Schüler am Institut Hadermann
- bis 1812 Schüler am Städtischen Gymnasium
- bis 1813 Schüler am Lyceum Carolinum in Frankfurt
- 1813-1814 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg
- bis 1817 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen
- während seines Jurastudiums beschäftigte er sich mit Kunstgeschichte und studierte alte Sprachen
- 1817 nach dem Tod seines Vaters finanzell unabhängig
- 1818/1819 Reise nach Italien
- 1822 Berufung zum Mitadministrator des Städelschen Kunstinstituts, gleichzeitig vorübergehende Anstellung in der Frankfurter Stadtbibliothek, wo er die Übernahme der Buchbestände der säkularisierten städtischen Klöster leitete
- 1825 Berufung zum Verwalter des Frankfurter Stadtarchivs
- 1829 gemeinsam mit dem Rechtshistoriker Christian Thomas (1785-1838) und dem Kunsthistoriker Johann David Passavant (1787-1861) Mitgründer des Frankfurter Kunstvereins
- 1830-1863 Erster Bibliothekar der Stadtbibliothek
- 1830-1834 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung der Freien Stadt Frankfurt am Main
- 1830 erster Frankfurter Stadtbibliothekar und Archivar
- 1830-1834 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung der Freien Stadt Frankfurt (möglicherweise auch Verwechslung mit seinem Bruder Johann Friedrich Georg Böhmer)
- 1834 Niederlegung seines Amtes bei der Städelschen Kunststiftung
- 1836 Erscheinen des „Codex Diplomaticu Moeno-Frankofurtanus“, in dem er die wichtigsten Urkunden der Stadt Frankfurt am Main edierte, er gilt als Mitbegründer der Diplomatik
- 1845 Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften
Funktion
- Frankfurt am Main, Freie Stadt, Gesetzgebende Versammlung, Mitglied, 1830-1834
Lebensorte
Heidelberg; Göttingen; Frankfurt am Main
Familie
Vater
Böhmer, Karl Ludwig, 1744–1817, Rheingräflicher Hofrat, 1792 Kanzleidirektor in Frankfurt am Main
Mutter
Hofmann, Juliane Wilhelmine von, Tochter des Caspar Friedrich von Hofmann, Reichskammergerichtsprokurator in Wetzlar, und der Elisabeth Johanna Freudenberg
Partner
, unverheiratet
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 903 Nr. 10257 (Frankfurt am Main (1851–1875), Sterbenebenregister, 1863, Nr. 1117)
Literatur
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 3, Leipzig 1876, S. 76-78 (Wilhelm Wattenbach)
- Neue deutsche Biographie, Bd. 2, Berlin 1955, S. 393 f. (Gottfried Opitz)
- Lengemann, MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, S. 81 (Frost)
- Frankfurter Biographie, Bd. 1, Frankfurt am Main 1994, S. 84-86 (Christin Tätzsch)
- Erwin Kleinstück, Johann Friedrich Böhmer, Frankfurt am Main 1959
Bildquelle
Amélie de Barrelier, Munich, Johann Friedrich Boehmer by Amelie de Barrelier 1845, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)
Siehe auch
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Quellen und Materialien
Extern
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Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Böhmer, Johann Friedrich“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/10042_boehmer-johann-friedrich> (aufgerufen am 22.04.2026)
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