Clotz, Peter

 
belegt seit
28.8.1539
gestorben
3.3.1596 Gießen
Beruf
Musterschreiber, Kanzleischreiber, Rentmeister
Konfession
evangelisch

Andere Namen

Weitere Namen

Klotz, Peter

Wirken

Werdegang

  • 1539/1541 in Diensten der Stadt Ulm
  • 1541 Hessischer Kanzleischreiber
  • 1542 auf dem Reichstag in Regensburg und mit Philipp dem Großmütigen auf Feldzügen
  • bis 1547 als Unter-Musterschreiber mit Angelegenheiten des Schmalkaldischen Bundes befaßt, 1543 Substitut Aitingers
  • 1552-1668 Rentmeister in Blankenstein
  • 1553 erneut Kanzleischreiber
  • 1557 Obereinnehmer der Steuern im Oberfürstentum
  • 1668 Rentmeister in Gießen

Lebensorte

Ulm

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Gundlach, Dienerbuch
Peter Klotz, in Diensten der Stadt Ulm 1539 August 281 und noch 1541 Januar 182, hessischer Kanzleischreiber 1541 Februar 23; 1541 März 184, Juni 15 auf dem Reichstage in Regensburg, 1542 in Begleitung des Landgrafen auf dem braunschweigischen Feldzuge6, ebenso 1545 auf dem zweiten braunschweigischen Zuge7, im Schmalkaldischen Kriege Unter-Musterschreiber8. Er ist bis 1547 unter Aitinger und neben Speckswinkel fast ausschließlich zu Schmalkaldischen Bundesangelegenheiten verwendet worden, 1543 März 25 heißt er ausdrücklich „Substitut“ Aitingers9. Während der Gefangenschaft Landgraf Philipps war er noch als Kanzleischreiber in der Casseler Kanzlei tätig10. 1552 März 11 läßt er sich zuerst als Rentmeister in Blankenstein nachweisen11, wollte 1552 im Kriege gegen den Kaiser Musterschreiber sein12, fungierte vorübergehend 1553 als Kanzleischreiber Landgraf Philipps13, wurde 1557 März zum Obereinnehmer der Steuern im Oberfürstentum verordnet; Rentmeister in Blankenstein blieb er bis kurz vor seiner Bestellung zum Rentmeister in Gießen 1568 Januar 114; begraben in Gießen 1596 März 315.

Nachweise

Fußnoten

  1. Aus seiner Handschrift zu beweisen (Ausf. eines Schreibens von Ulm an Landgraf Philipp: Polit. Archiv, Stadt Ulm).
  2. Die für die Stadt Ulm bestimmte Abschrift des Abschiedes des Schmalkaldischen Bundestages zu Worms von diesem Datum ist von seiner Hand (Germanisches Museum in Nürnberg, Reformationsakten 1533-1594).
  3. Er mundiert ein Schreiben des Landgrafen an Ulm: Polit. Archiv, Stadt Ulm.
  4. Präsentationsvermerk von seiner Hand auf einem Schreiben der Stadt Braunschweig: Polit. Archiv Nr. 1582.
  5. Konzept von seiner Hand an die Stadt Ulm: Polit. Archiv, Stadt Ulm.
  6. Z. B. Polit. Archiv, Sachsen Alb. L. 1542 August 8.
  7. Er mundiert 1545 November 10 im Feldlager vor dem Rietberg ein Schreiben Bings an die Landgräfin Christine: Polit. Archiv Nr. 14.
  8. Kriegsrechnung des Jost v. Weiters.
  9. Polit. Archiv Nr. 650.
  10. Von 1548 Juli 18 ist ein Konzept von seiner Hand an Kurbrandenburg vorhanden: Polit. Archiv.
  11. Von Adresse der Stadt Fritzlar: Polit. Archiv I Krieg gegen den Kaiser. Die Verhandlungen über die Einführung in sein Amt durch den Statthalter an der Lahn (undatiertes Bruchstück) in Akten betr. Behörden und Beamte.
  12. Polit. Archiv I.
  13. Dies ergibt sich z. B. aus Konzepten und Präsentaten: Polit. Archiv Sachsen Alb. L Januar 7 bis Februar 12; Trier Januar 14 bis Februar 2.
  14. Reversalbuch 138 Bl. 138 ff.
  15. Sterberegister der Gießener Stadtkirche.

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Clotz, Peter“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/10041_clotz-peter> (aufgerufen am 22.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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