Höhnscheid, Augustinerchorfrauenstift

Gründungsjahr 1235  
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Gemarkung
Bühle
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Basisdaten

Das Augustinerinnenkloster Höhnscheid wird 1235 vermutlich in einem bereits existierenden Kloster gegründet. Es ist der großen Benediktinerreichsabtei Corvey untergeordnet. Die Nonnen werden 1468 vertrieben, die Gebäude den Kreuzherren übergeben.

Orden

Augustiner-Chorfrauen

Alte Diözesanzugehörigkeit

Kirchenprovinz Mainz, Erzbistum Mainz, Archidiakonat St.Peter zu Fritzlar, Archipresbyterat Fritzlar

Typ

Frauenkloster

Territorium

  • Anfang 12. Jahrhundert: Abtei Corvey
  • 1235: Übertragung an Kloster Arolsen, Grafschaft Waldeck

Historische Namensformen

Bezeichnung der Institution

ecclesiam in Honscethe [...] cenobium dominarum sui ordinis (1235) [Westfälisches Urkundenbuch 4.1, S. 159-160, Nr. 241 = HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 8598], Der Konvent des Klosters Höhnscheid (keine originale Quellenangabe) (1270) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 8602],

Lagebezug

13 km südöstlich von Bad Arolsen

Lage

Das Kloster ist zwischen Wolfhagen und Freienhagen gegenüber der Weidelsburg gelegen.

Geschichte

Das Kloster wird 1235 als Filiale von Arolsen unter Mitwirkung des Abts Hermann von Corvey gegründet. Das Kloster erhält von Corvey Grundbesitz in größerem Umfang, der die Verwaltung durch einen Schultheis erfordert. 1468 vertreibt Graf Wolrad von Waldeck die Nonnen aus dem Kloster. Als Grund gibt er Sittenverfall und Missachtung der klösterlichen Regeln an. Er übergibt den Ort den Kreuzherren in Falkenhagen, die das Kloster übernehmen.

Gründungsjahr

1235

Gründer

Mitwirkung des Abts Hermann von Corvey

Aufhebungsjahr

1469

Organisation

1336 tragen die Brüder Friedrich, Werner, Rudolph und Johann von Helfenberg u.a. ihre Vogtei in Höhnscheid und genannte Güter dem Landgrafen von Hessen auf und erhalten sie zu Lehen zurück [HStAM Hess. Lehenreverse von Helfenberg 1; vgl. Landau, Hessische Ritterburgen, Band 3 (1836), Helfenberg, S. 9-27, hier S. 21]

Patrozinien

Antonius

Besitz

Die während der Klostergründungszeit noch existierenden Dörfer Ippinghausen und Alveringhausen fallen vor dem 15.Jahrhundert wüst, der Grundbesitz geht ans Kloster. 1534 geben der Propst und der Konvent des Klosters den Hof Leckringhausen in Erbleihe an die Stadt Wolfhagen.

Abhängigkeitsverhältnis

Das Augustinerinnenkloster bleibt abhängig von den Äbten von Corvey.

Ausstattung

Gebäude

Mit der Aufhebung des Klosters gelangen die Gebäude an die Grafen von Waldeck. Im 18. Jahrhundert erfolgt der Umbau zu Schloss Höhnscheid.

Nachweise

Arcinsys Hessen

Quellen

Gedruckte Quellen

Literatur

Germania Sacra-ID

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Höhnscheid, Augustinerchorfrauenstift“, in: Klöster und Orden <https://lagis.hessen.de/de/orte/kloester-und-orden/alle-eintraege/7743_hoehnscheid-augustinerchorfrauenstift> (aufgerufen am 02.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/kl/7743