Getürms

Die Lage von Getürms im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Sonstiges
Lagebezug
5 km westlich von Alsfeld
Lage und Verkehrslage
nördlich von Billertshausen an der Straße Billertshausen - Angenrod
Ersterwähnung
1339
Historische Namensformen
- Geduren (1339) [Baur, Hessische Urkunden 1 (Starkenburg und Oberhessen), Nr. 782]
- Gedorne (1499) [Universitätsbibliothek Gießen Universitätsarchiv Urkunden Nr. 31]
- Gedörne (1572) [Staatsarchiv Darmstadt Urkunden Provinz Oberhessen, Billertshausen]
- Gethürms (1730) [Sturmfels, Ortsnamen Hessens 3. Aufl., S. 26]
Bezeichnung der Siedlung
- Kapelle; Kirche; Gehöftgruppe; Wohnplatz
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3514311, 5624453
UTM: 32 U 514231 5622643
WGS84: 50.755387° N, 9.201749° O
Statistik
Ortskennziffer
53500105001
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Oberamt Alsfeld, Amt Romrod
- 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Romrod
Altkreis
Alsfeld
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 815 oder 825: Weihe durch Erzbischof Haistolf
Patrozinien
- Bonifatius (vermutet)
Pfarrzugehörigkeit
Vgl. auch Zell Vermutlich ist Getürms die alte Pfarrkirche von Zell. Bei der Weihe Anfang des 9. Jahrhunderts umfasste der Zell zugewiesene Bezirk ein Gebiet, in dem die Orte Meiches, Strondorf, Kestrich, Windhausen, Ober- und Niederbreitenbach, Strebendorf, Liederbach und Romrod lagen. Die Pfarrei Oberrod mit Romrod, Liederbach und Niederbreitenbach scheint in der Tat von Zell abgetrennt zu sein. Das Kirchspiel von Zell lag dagegen später ganz außerhalb des oben genannten Gebiets. 1490 ist Zell nur Filiale von Getürms. Nach der Reformation entstand hier eine neue Pfarrei. 1577 gehörten Billertshausen, Heimertshausen und Angenrod zur Pfarrei Getürms.
Patronat
825 gehörte die Kirche zu Zell der Abtei Fulda, sie wird auch in einem nachkarolingischen Urbar als fuldisches Eigentum erwähnt. 1450 wurde Henne von Wehrda gen. Nodung von Fulda mit dem Kirchsatz zu Getürms und Zell belehnt. Die von Wehrda finden sich ebenfalls 1492 und 1577 als Patrone der Pfarrei. Diese hieß damals nur nach Getürms.
Bekenntniswechsel
Da Filial von Billertshausen, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Billertshäuser Pfarrer Konrad Stoer ab 1527.
Kirchliche Mittelbehörden
15. Jahrhundert: Erzdiözese Mainz, Archidiakonat St. Stephan Mainz, Dekanat Amöneburg, Sendbezirk Kirtorf
Nachweise
Literatur
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Getürms, Vogelsbergkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/9703_getuerms> (aufgerufen am 12.06.2026)
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