Dehrn

Dorf · 135 m über NN  
Gemeinde
Runkel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

4 km nordöstlich von Limburg

Lage und Verkehrslage

5 km nordwestlich von Runkel an der B 49 und der Lahn. Endbahnhof der Eisenbahnlinie Runkel/Dehrn - Mengerskirchen ("Kerkerbachbahn") seit 1886.

Ersterwähnung

1197

Historische Namensformen

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Burgen und Befestigungen

  • Die Parkanlage genannt "In dem Hain" erstreckt sich von der Bruchkante des Hochplateaus bis zur Mauer an der Talstraße. Von der Kapelle, die im 2. Weltkrieg wohl als Flak-Stellung genutzt wurde, sind nur noch die Fundamente enthalten.
  • Aus dem frühen 20. Jahrhundert bis der Wilhelminischen Kaiserzeit stammt der teilweise am Landhausstil orientierte Gebäudekomplex, der sich an den Gebäudekomplex der 1840er anlehnt.

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3435960, 5587489
UTM: 32 U 435911 5585694
WGS84: 50.419779° N, 8.097851° O

Statistik

Ortskennziffer

533013020

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1787: Fürst zu Nassau-Diez, Dillenburg, Hadamar und Siegen (Nassau-Oranien), Fürstentum Hadamar, Amt Hadamar
  • 1806-1813: Großherzogtum Berg, Departement der Sieg, Arrondissement Dillenburg, Kanton Hadamar, Amt Hadamar
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Limburg
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk IV (Kreisamt Limburg)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Runkel
  • 1866: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Unterlahnkreis
  • 1886: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Kreis Limburg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Limburg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Limburg
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Limburg
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg

Altkreis

Limburg

Gemeindeentwicklung

Am 1.7.1974 wurde Dehrn im Zuge der hessischen Gebietsreform als Stadtteil der Stadt Runkel eingegliedert.

Gericht

  • bis 1816: Amt Hadamar
  • 1816: Amt Limburg
  • 1849: Justizamt Limburg
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Limburg
  • 1867: Amtsgericht Limburg a. d. Lahn

Besitz

Ortsadel

1190 wird Heinricus Frio de Derne als Burgmann der Grafen von Diez genannt.
Zwischen 1190-1737 lässt sich die Familie Frei von Dehrn nachweisen, bis sie 1737 mit Franz Alexander Frei von Dehrn ausstarb.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1551: Kapelle im Burgmannenhaus
  • 1840er: Kapelle im englischen Garten der Burg

Pfarrzugehörigkeit

Ab 1564 zur Pfarrei Dietkirchen gehörig

Patronat

1457 und 1493 haben die Specht von Bubenheim das Patronat als nassau-dillenburgisches Lehen inne.
1564 besitzen es die Freien von Dehrn.

Bekenntniswechsel

Der Ort blieb katholisch.

Kirchliche Mittelbehörden

Zum Trierer Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Dekanat Dietkirchen gehörig

Juden

1842-43: 31, 1905: 16, 1932: 2 Juden
angeschlossen an Limburg

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Wirtschaft

Mühlen

1806 gehören 2 Mühlen zu Dehrn.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Dehrn, Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/8858_dehrn> (aufgerufen am 06.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/8858