Westera

Wüstung  
Gemarkung
Bad Sooden-Allendorf
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

11,5 km nordwestlich von Eschwege

Lage und Verkehrslage

Vorgängersiedlung von Sooden und der Stadt Allendorf

Ersterwähnung

779

Siedlungsentwicklung

768/779 schenkt König Karl dem Kloster Fulda Westera mit Salinen, Markt und Zoll sowie Einkünften aus der Landwirtschaft. Die Schenkung umfasste nicht nur das spätere Sooden links der Werra, sondern auch Allendorf rechts der Werra. Vgl. hierzu Eckhardt, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Allendorf an der Werra und des Salzwerks Sooden, S. IX Anm. 1.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • 768/779: locus (Fälschung)
  • 1170: predium

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3566993, 5682134

Statistik

Ortskennziffer

63600102016

Verfassung

Altkreis

Witzenhausen

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 768/779: König Karl schenkt dem Kloster Fulda Westera mit Salinen, Markt und Zoll sowie Einkünften aus der Landwirtschaft. Zur Fuldischen Villikation gehören 1 Territorium, 66 Halbfreien(-Hufen), insgesamt 34 Kolonen, eine ungenannte Zahl an Hofhörigen beiderlei Geschlechts, 1 Saline, 2 Mühlen, 4 Fischer (Gockel, Die urkundliche Überlieferung des Klosters Fulda zu Thüringen in der Karolingerzeit, S. 184)
  • Um 800: Kloster Hersfeld hat Besitz zu Westera.
  • 1170: Abt Burchard von Fulda löst ein predium bei Albert von Everstein ein.
  • 1192/1216: Kloster Fulda gibt seine Güter zu Westera an Landgraf Hermann zu Lehen.

Wirtschaft

Mittelpunktfunktion

Westera scheint Vorort der nach ihm genannten Westermark (1170: provincia Westere, 1248: terra Westermarke) und namengebend für die Westerburg gewesen zu sein.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Westera, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/7259_westera> (aufgerufen am 11.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/7259