Unterbimbach

Die Lage von Unterbimbach im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
7 km nordwestlich von Fulda
Lage und Verkehrslage
Nordwestlich von Fulda, durch den Talgrund des Lüderbachs von Oberbimbach getrennt
Ersterwähnung
1329
Siedlungsentwicklung
An der südöstlichen Ecke eines Ackers in der Flur "Vor den Tannen" wurden 1983 mehrere Scherbenfunde gemacht (Deckelfragment 14. Jahrhundert). Es besteht die Vermutung, dass es sich hierbei um eine Wüstung unbekannten Namens handelt.
1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Großenlüder.
Vorbemerkung Historische Namensformen
Vgl. Oberbimbach
Historische Namensformen
- Bienbah (927-956) [Kopiar um 1160 Codex Eberhardi 1, Bl. 178ra, S. 338 = Dronke, Traditiones, S. 63, Capitulum 32b]
- Unter-Bimbach
- Bimbach, Unter-
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Burgen und Befestigungen
- Eine frühe Burg befand sich auf der heute bebauten Anhöhe, wobei nur wenige Stützmauern erhalten blieben.
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3541130, 5604615
UTM: 32 U 541039 5602813
WGS84: 50.575785° N, 9.57959° O
Statistik
Ortskennziffer
631011080
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 510, davon 305 Acker (= 59.80 %), 66 Wiesen (= 12.94 %), 96 Holzungen (= 18.82 %)
- 1961 (Hektar): 615, davon 195 Wald (= 31.71 %)
Einwohnerstatistik
- 1812: 52 Feuerstellen, 342 Seelen
- 1885: 393, davon 0 evangelisch, 393 katholisch (= 100.00 %)
- 1961: 594, davon 15 evangelisch (= 2.53 %), 579 katholisch (= 97.47 %)
- 1970: 592 Einwohner
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Fürstabtei Fulda, Gericht Lüder (Domkapitel zu Fulda)
- 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Großenlüder
- 1806-1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
- 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Großenlüder
- 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Großenlüder
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
Altkreis
Fulda
Gemeindeentwicklung
Am 1.8.1968 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschluss der Gemeinden Ober- und Unterbimbach zur vorübergehend gebildeten Gemeinde Bimbach. Am 1.8.1972 wurden die beiden als Ortsteile in die Gemeinde Großenlüder eingegliedert.
Gericht
- 1822: Justizamt Großenlüder
- 1867: Amtsgericht Großenlüder
- 1945: Amtsgericht Fulda
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Kloster Fulda
Kirche und Religion
Pfarrzugehörigkeit
1812 Tochterkirche von Oberbimbach
Bekenntniswechsel
Trotz großer Anhängerschaft innerhalb der Bevölkerung konnte sich die Reformation in der Fürstabtei Fulda nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.
Kultur
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Nachweise
Literatur
- Knappe, Burgen in Hessen, S. 220
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 47 f.
- Fundberichte aus Hessen 1996 , S. 424 (Vonderau-Museum)
- Fundberichte aus Hessen 1986, S. 532 f. (Kubach-Richter)
Siehe auch
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Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Unterbimbach, Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/7111_unterbimbach> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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