Steinau

Die Lage von Steinau im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
4 km nordöstlich von Fulda
Lage und Verkehrslage
Am Oberlauf der Haune
Ersterwähnung
1105
Siedlungsentwicklung
1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Fulda Nord.
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Burgen und Befestigungen
- An der Ostseite des Ortes lag eine in geringen Resten erhaltene Wasserburg, deren Gräben einst von der Haune gespeist wurden.
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3551677, 5606072
UTM: 32 U 551582 5604269
WGS84: 50.588045° N, 9.728675° O
Statistik
Ortskennziffer
631020080
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 428, davon 215 Acker (= 50.23 %), 90 Wiesen (= 21.03 %), 28 Holzungen (= 6.54 %)
- 1961 (Hektar): 541, davon 117 Wald (= 21.63 %)
Einwohnerstatistik
- 1812: 34 Feuerstellen, 266 Seelen
- 1885: 324, davon 1 evangelisch (= 0.31 %), 323 katholisch (= 99.69 %)
- 1961: 1028, davon 125 evangelisch (= 12.16 %), 895 katholisch (= 87.06 %)
- 1970: 1235
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Fürstabtei Fulda, Centoberamt Fulda
- 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Oberamt Fulda
- 1806-1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
- 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Land-Distriktmairie Fulda
- 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Landamt Fulda
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
Altkreis
Fulda
Gemeindeentwicklung
Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Gemeinde Petersberg als Ortsteil eingegliedert.
Gericht
- 1822: Landgericht Fulda
- 1850: Justizamt Fulda III
- 1867: Amtsgericht Fulda
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Kloster Fulda
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1381: Kapelle
Patrozinien
- Bartholomäus [1381]
Pfarrzugehörigkeit
1594 gehörte die Schloßkapelle zur Pfarrei Margretenhaun
Patronat
1381 von den Rittern Heinrich und Johann von der Tann gestiftet, die sich und ihre Familien das Präsentationsrecht vorbehalten. 1510 präsentierte der Abt von Fulda als Senior der Ganerben des Schlosses.
Bekenntniswechsel
Trotz großer Anhängerschaft innerhalb der Bevölkerung konnte sich die Reformation in der Fürstabtei Fulda nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.
Kultur
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Wirtschaft
Mittelpunktfunktion
Das ursprüngliche Amt Steinau umfasste die Dörfer Steinau, Bernhards und Steinhaus. Zum Amt Steinau gehörten 1674 noch Bernhards und Marbach (Reimer).
1708 gehörte Steinau zum Amt Bieberstein, wurde aber 1761 davon getrennt und dem Zentamt Fulda zugelegt, wo es zur Schultheißerei Steinhaus gehörte.
1787 umfasste das Amt die Orte Bernhards, Steinhaus, die Zell-, Gruben-, Baumbachs-, Katzen- und Brückenmühle
Nachweise
Literatur
- Knappe, Burgen in Hessen, S. 218
- Hofemann, Reichsabtei Fulda, S. 152-154,
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 455
Siehe auch
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Orte
Personen
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Steinau, Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6995_steinau> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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