Oberbimbach

Die Lage von Oberbimbach im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
7,5 km nordwestlich von Fulda
Lage und Verkehrslage
Bahnhof der Eisenbahnlinie Gießen - Fulda ("Vogelsbergbahn").
Ersterwähnung
(927-956)
Vorbemerkung Historische Namensformen
Vgl. Unterbimbach
Historische Namensformen
- Bienbah (927-956) [Kopiar um 1160 Codex Eberhardi 1, Bl. 178ra, S. 338 = Dronke, Traditiones, S. 63, Capitulum 32b]
- Bimbach
- Ober-Bimbach
- Bimbach, Ober-
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
- In der Nähe der Mündung des Bimbaches in die Lüder befand sich eine Furt der Antsanvia und späterer Straßen. Eine Burgstelle lag im Westen des Ortes auf einer leichten Anhöhe neben der späteren Bahnlinie, wo heute ein Wohnhaus steht (Burgbrunnen erhalten). Umstritten ist die Existenz einer weiteren Burg an der Westseite der Kirche (Morgenstern-Fund).
- Elmerichshof (1812)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3540637, 5604404
UTM: 32 U 540546 5602602
WGS84: 50.573923° N, 9.572607° O
Statistik
Ortskennziffer
631011060
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 782, davon 441 Acker (= 56.39 %), 118 Wiesen (= 15.09 %), 155 Holzungen (= 19.82 %)
- 1961 (Hektar): 779, davon 109 Wald (= 13.99 %)
Einwohnerstatistik
- 1812: 74 Feuerstellen, 472 Seelen (mit Elbrichshof)
- 1885: 568, davon 14 evangelisch (= 2.46 %), 554 katholisch (= 97.54 %)
- 1961: 1069, davon 67 evangelisch (= 6.27 %), 998 katholisch (= 93.36 %)
- 1970: 1085
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Fürstabtei Fulda, Gericht Lüder (Domkapitel zu Fulda)
- 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Großenlüder
- 1806-1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
- 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Großenlüder
- 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Großenlüder
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
Altkreis
Fulda
Gemeindeentwicklung
Am 1.8.1968 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschluss der Gemeinden Ober- und Unterbimbach zur vorübergehend gebildeten Gemeinde Bimbach. Am 1.8.1972 wurden die beiden als Ortsteile in die Gemeinde Großenlüder eingegliedert.
Gericht
- 1822: Justizamt Großenlüder
- 1867: Amtsgericht Großenlüder
- 1945: Amtsgericht Fulda
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Kloster Fulda
Kirche und Religion
Patrozinien
- Laurentius [1419, 1674]
- Sebastian [1656]
Pfarrzugehörigkeit
1320 Trennung von der Mutterkirche in Großenlüder und Erhebung zur Pfarrei. Hierzu gehörten 1656 Lütterz und Malkes. 1812 Pfarrkirche
Patronat
1320 und in der Folge hatte das Kloster Fulda die Patronatsrechte inne.
Bekenntniswechsel
Trotz großer Anhängerschaft innerhalb der Bevölkerung konnte sich die Reformation in der Fürstabtei Fulda nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.
Kirchliche Mittelbehörden
15. Jahrhundert Erzbistum Mainz, Archidiakonat St. Johann
Kultur
Schulen
1910 Volksschule mit zwei Klassen
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Nachweise
Literatur
- Knappe, Burgen in Hessen, S. 216
- Leinweber, Hochstift Fulda, S. 91
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 47 (Bimbach)
- Fundberichte aus Hessen 1996 , S. 424 (Vonderau-Museum) > 2 x Einzelfunde (Morgenstern u. Gemarkungsfund)
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 55
Weblinks
Siehe auch
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Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Oberbimbach, Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6574_oberbimbach> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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