Oberbimbach

Dorf · 255 m über NN  
Gemeinde
Großenlüder
Landkreis
Fulda
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

7,5 km nordwestlich von Fulda

Lage und Verkehrslage

Bahnhof der Eisenbahnlinie Gießen - Fulda ("Vogelsbergbahn").

Ersterwähnung

(927-956)

Vorbemerkung Historische Namensformen

Vgl. Unterbimbach

Historische Namensformen

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

  • In der Nähe der Mündung des Bimbaches in die Lüder befand sich eine Furt der Antsanvia und späterer Straßen. Eine Burgstelle lag im Westen des Ortes auf einer leichten Anhöhe neben der späteren Bahnlinie, wo heute ein Wohnhaus steht (Burgbrunnen erhalten). Umstritten ist die Existenz einer weiteren Burg an der Westseite der Kirche (Morgenstern-Fund).
  • Elmerichshof (1812)

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3540637, 5604404
UTM: 32 U 540546 5602602
WGS84: 50.573923° N, 9.572607° O

Statistik

Ortskennziffer

631011060

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 782, davon 441 Acker (= 56.39 %), 118 Wiesen (= 15.09 %), 155 Holzungen (= 19.82 %)
  • 1961 (Hektar): 779, davon 109 Wald (= 13.99 %)

Einwohnerstatistik

  • 1812: 74 Feuerstellen, 472 Seelen (mit Elbrichshof)
  • 1885: 568, davon 14 evangelisch (= 2.46 %), 554 katholisch (= 97.54 %)
  • 1961: 1069, davon 67 evangelisch (= 6.27 %), 998 katholisch (= 93.36 %)
  • 1970: 1085

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1787: Fürstabtei Fulda, Gericht Lüder (Domkapitel zu Fulda)
  • 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Großenlüder
  • 1806-1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Großenlüder
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Großenlüder
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda

Altkreis

Fulda

Gemeindeentwicklung

Am 1.8.1968 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschluss der Gemeinden Ober- und Unterbimbach zur vorübergehend gebildeten Gemeinde Bimbach. Am 1.8.1972 wurden die beiden als Ortsteile in die Gemeinde Großenlüder eingegliedert.

Gericht

  • 1822: Justizamt Großenlüder
  • 1867: Amtsgericht Großenlüder
  • 1945: Amtsgericht Fulda

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Kloster Fulda

Kirche und Religion

Patrozinien

  • Laurentius [1419, 1674]
  • Sebastian [1656]

Pfarrzugehörigkeit

1320 Trennung von der Mutterkirche in Großenlüder und Erhebung zur Pfarrei. Hierzu gehörten 1656 Lütterz und Malkes. 1812 Pfarrkirche

Patronat

1320 und in der Folge hatte das Kloster Fulda die Patronatsrechte inne.

Bekenntniswechsel

Trotz großer Anhängerschaft innerhalb der Bevölkerung konnte sich die Reformation in der Fürstabtei Fulda nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.

Kirchliche Mittelbehörden

15. Jahrhundert Erzbistum Mainz, Archidiakonat St. Johann

Kultur

Schulen

1910 Volksschule mit zwei Klassen

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Nachweise

Literatur

Weblinks

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Oberbimbach, Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6574_oberbimbach> (aufgerufen am 30.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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