Beltershausen

Wüstung · 250 m über NN  
Gemarkung
Altendorf
Gemeinde
Naumburg
Landkreis
Kassel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

13 km südöstlich von Wolfhagen

Lage und Verkehrslage

1 km südlich von Altendorf an der Elbe. 0,3 km südöstlich der wüsten Burg Beltershausen (Burg), die sich am gegenüberliegenden Ufer befand. Die Dorfwüstung lag dagegen in einer engen Flußschleife auf einer länglichen hohen Geländekuppe im Wiesengelände und anschließenden Wäldchen. Die dazugehörige Kirche stand auf der höchsten Stelle der Kuppe (hier ungefähr lokalisiert), wobei sich das Dorf offenbar unmittelbar südlich unterhalb erstreckte (Besonderheit einer exponierten und zugleich beengten Lage).

Ersterwähnung

1154/59

Letzterwähnung

1534

Vorbemerkung Historische Namensformen

Vgl. auch Beltershausen (Gemarkung Bromskirchen)

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (1243)
  • Dorf (1403)
  • Dorfschaft (1534) [GR von Elben]
  • Dorf

Burgen und Befestigungen

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3514290, 5674800
UTM: 32 U 514210 5672970
WGS84: 51.207952° N, 9.203425° O

Statistik

Ortskennziffer

63301801004

Einwohnerstatistik

  • 1243: 3 Höfe und eine Mühle genannt
  • 1402: Zerstörung
  • 1440: Dorf
  • 1534: Noch Dorf und Einwohner genannt

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1384: Kurmainzisches Amt Naumburg (UA Hertingshausen)
  • 1403/1439: Erzstift Mainz, Amt Naumburg

Altkreis

Wolfhagen

Gericht

Herrschaft

  • Begleitet von bis in das 15. Jahrhundert andauernden Fehden mit den Landgrafen von Hessen bilden die Dörfer Altendorf, Altenstädt und Beltershausen seit dem Ende des 14. Jahrhundert das kleine kurmainzische Amt Naumburg, dessen Sitz die gleichnamige Stadt wird. 1544-1588 an Waldeck verpfändet und noch Anfang des 18. Jahrhunderts von den Landgrafen beansprucht, können die kurmainzischen Herrschaftsrechte bis zum Ende des Alten Reiches behauptet werden.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1154/59 erwirbt Abt Hildebold von Hasungen fünf Hufen in Beltershausen.
  • 1206 bestätigt Papst Innozenz dem Kloster Berich den Besitz von zwei Mansen in Beltershausen.
  • 1231 bestätigt Papst Gregor IX. dem Kloster Werbe den Besitz von einem Mansus in Beltershausen.
  • 1286 schenkt der Ritter Otto Hund dem Kloster Berich zwei Güter in Riede und Belderinghusen zu Jahrgedächtnissen für sich und seinen Bruder.
  • 1384 wie 1439 wird Beltershausen an die von Hertingshausen versetzt.
  • Sie haben es noch 1534 inne (UA von Hertingshausen).

Ortsadel

Thammo von Beltershausen (1235) [vgl. aber Beltershausen (Burg)]

Kirche und Religion

Ortskirchen

Pfarrzugehörigkeit

Pfarrei 1266, 1270 und noch 1521 belegt. Sie wurde wohl nach der Reformation aufgehoben.

Patronat

1467 und 1506 Kloster Merxhausen

Kirchliche Mittelbehörden

15. Jahrhundert: Erzbistum Mainz, Archidiakonat St. Peter zu Fritzlar, Erzpriestersprengel Bergheim

Wirtschaft

Mühlen

1243: Neben 3 Höfen auch eine Mühle genannt

Siehe auch

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Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Beltershausen, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2491_beltershausen> (aufgerufen am 09.06.2026)

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