Herboldshausen

Die Lage von Herboldshausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
4 km südöstlich von Witzenhausen gelegen
Lage und Verkehrslage
1 km südlich von Wendershausen im Flachsbachtal, Staatsforst Allendorf, gelegen
Ersterwähnung
1195
Historische Namensformen
- Herboltshusene, in villis (1195) [Abschrift 15. Jahrhundert Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 340-341, Nr. 873]
- Herbolderode, in (1285) [Eckhardt, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Allendorf an der Werra und des Salzwerks Sooden, S. 15, Nr. 13]
- Herboldeshusen, in (1298) [Eckhardt, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Allendorf an der Werra und des Salzwerks Sooden, S. 19-20, Nr. 19]
- Herboldishusin, in (1308) [Roques, Urkundenbuch Kloster Kaufungen 1, S. 108-109, Nr. 109]
- Herboldeßhuß, zu (1365)
- Herboltshausen (1575/85)
- Herboldeshausen (1642) [HStAM Best. Urk. 107 Nr. 90]
Bezeichnung der Siedlung
- 1195: Villa
- 1379: Gut
- 1488: Wiese
- 1497 und 1509: Feldmark
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3561878, 5686574
UTM: 32 U 561780 5684739
WGS84: 51.310601° N, 9.886371° O
Statistik
Ortskennziffer
63600102008
Verfassung
Altkreis
Witzenhausen
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1195: Kloster Germerode erhält Besitz zu Herboldshausen bestätigt.
- 1285: Vergleich über Güter zu Herboldshausen zugunsten Kloster Kaufungen
- 1298: Verlegung des Zinses aus Herboldshausen an Kloster Kaufungen nach Allendorf
- 1308: Heinrich von Hanstein zahlt Zins aus Herboldshausen an Kloster Kaufungen.
- 1355: Heinrich von Stockhausen hat vom Kloster Hilwartshausen einen freien Hof zu Herboldshausen zu Meierrecht.
- 1365: Kloster Kaufungen quittiert den von Hanstein die halbe Jahresgülte zu Herboldshausen, die andere Hälfte bleiben sie schuldig.
- 1370: Güter zu Herboldshausen kommen von Allendorfer Bürgern an den Landgrafen.
- 1379: Lupold von Hanstein verzichtet auf alle Ansprüche gegenüber dem Landgrafen auf das Gut zu Herboldshausen.
- 1488: Die Gebrüder von Hanstein verkaufen dem Pfarrer zu Hottenrode eine Wiese zu Herboldshausen.
- 1497: Die von Hanstein verkaufen dem Wilhelmitenkloster Witzenhausen eine Wiese zu Herboldshausen.
- 1509: Die Gebrüder von Hanstein bestätigen dem Wilhelmitenkloster Witzenhausen den Besitz zu Herboldshausen.
Zehntverhältnisse
1350: Theodor von Rengelrode verkauft seinen Zehnten zu Herboldshausen, den er von Mainz zu Lehen trägt, den Gebrüder von Berlepsch.
1405: Die Gebrüder von Stockhausen verkaufen dem Kloster Hilwartshausen ihren Zehnten zu Herboldshausen.
1470: Landgraf Ludwig verleiht den von Bodenhausen den Zehnten zu Herboldshausen als Mannlehen.
1575/85 und 1642: Zehnt zu Herboldshausen ist hessisches Lehen der von Bodenhausen.
Nachweise
Literatur
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Herboldshausen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/5974_herboldshausen> (aufgerufen am 11.06.2026)
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