Leimbach

Wüstung · 179 m über NN  
Gemarkung
Altmorschen
Gemeinde
Morschen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

10,8 km südöstlich von Melsungen.

Lage und Verkehrslage

Wüst im Amt Spangenberg zwischen Altmorschen und Heinebach. Der Ort befand sich 2,2 km südöstlich von Altmorschen nördlich an der Fulda. In der Nähe liegt heute ein moderner Hof, der nach der Wüstung benannt wurde (Leimbachs Hof).

Ersterwähnung

1061

Letzterwähnung

1579

Siedlungsentwicklung

1579: Wüste Kirche noch erwähnt

Vorbemerkung Historische Namensformen

Zur Identifizierung des Namensbelgs Leigenbach von 1197 auf Leimbach südlich Ziegenhain vgl. List, Spieskappel, S. 196-197 Anm. 5

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (1061)

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3544419, 5657608
UTM: 32 U 544327 5655785
WGS84: 51.051881° N, 9.632424° O

Statistik

Ortskennziffer

63401501004

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1061: Provinz Hessen, Grafschaft des Werner, die Maden genannt wird (in provincia Hassia in comitatu Werinheri qui dicitur Madena)
  • undatiert: Amt Spangenberg

Altkreis

Melsungen

Gericht

Herrschaft

  • 1061 tätigen der Edle Erenfrid und seine Ehefrau Rucela einen Gütertausch mit dem Kloster Fulda und begeben sich damit in dessen Lehnsherrschaft. Sie übertragen dem Abt Widerad von Fulda verschiedene Güter in Provinz Hessen in der Grafschaft Werners, die Maden genannt wird, u.a. in Leimbach, und erhalten sie zu Lehen zurück. Außerdem erhalten sie den Hof Morschen als Lehen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Dem Kloster Cappel werden 1197 von Papst Coelistin III. Einnahmen in Höhe von 14 Schilling in Leimbach bestätigt.
  • 1256 überträgt Ekhard von Ballenhausen seine Güter in Leimbach dem Kloster Heydau. 1263 schenkt Sophie von Brabant dem Kloster Heydau das zwischen Altmorschen und Heinebach gelegene Kirche in Leimbach mit allen Einkünften. 1275 und 1278 erfolgt eine Übertragung von sechs Hufen Land und einer Mühle zu Leimbach an Kloster Heydau durch die Landgrafen von Hessen. Zuvor hatten die Ritter von Spangenberg diese Güter als Lehen innegehabt.

Ortsadel

1146 bereits Rabenold und sein Sohn Ortlieb
Das Geschlecht von Leimbach, das auch 1220 vorkommt (Wyss 1,9) stirbt im 15. Jahrhundert aus.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • Pleban (1235)
  • ecclesia (1263)
  • ecclesia (1425-1428)
  • 1263 schenkte Landgräfin Sophie die Kirche dem Kloster Heydau
  • 1579 wird die wüste Kirche noch erwähnt
  • Möglicherweise befand sie sich 0,9 km weiter nordwestlich auf dem Kapellberg.

Pfarrzugehörigkeit

Pfarrei, die noch in den Subsiedenregistern 1410, 1425 und 1432 genannt wird, dann aber wohl einging. 1527 wird der Gottesdienst alle 14 Tage von Braach aus versehen.

Kirchliche Mittelbehörden

15. Jahrhundert: Erzbistum Mainz, Archidiakonat St. Peter zu Fritzlar, Erzpriestersprengel Braach

Siehe auch

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Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Leimbach, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/5052_leimbach> (aufgerufen am 29.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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