Solnhausen (Ober-, Unter-)

Die Lage von Solnshausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
Ca. 3 km nördlich von Neukirchen
Lage und Verkehrslage
Von den beiden Siedlungen wird die eine an dem alten Weg von Riebelsdorf nach Oberschrecksbach an der nördlichen Gemarkungsgrenze von Riebelsdorf vermutet; Flurname An Solnhausen (hier lokalisiert).
Die andere Siedlung Solnhausen lag ca. 1 km südwestlich von Großropperhausen; Flurname Solehausen (TK Kurfürstentum Hessen 1857); Flurname Glockenacker (siehe gleichnamiger Zweitartikel).
Ungeklärt, welche Siedlung als Ober- und welche als Unter-Solnhausen galt.
Ersterwähnung
1197
Letzterwähnung
1522
Siedlungsentwicklung
Wüstung vor 1522
Historische Namensformen
- Solnhusen et aliud Solnhusen (1197) [HStAM Bestand Urk. 18 Nr. 638; Druck: Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1 Urkundenbuch Nr. 90, S. 125-128, vgl. List, Spieskappel, S. 38-44]
- inferiori villa, que dicitur Solnhuusen, in (1265)
- Solnhußen inferior, superior (1522)
- Obersolnhausen
- Ober-Solnhausen
- Solnhausen, Ober-
- Untersolnhausen
- Unter-Solnhausen
- Solnhausen, Unter-
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3522450, 5640400
UTM: 32 U 522367 5638584
WGS84: 50.898478° N, 9.318061° O
Statistik
Ortskennziffer
63401706005
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1437: Gericht (Groß-)Ropperhausen
Altkreis
Ziegenhain
Gericht
- 1437: Gericht (Groß-)Ropperhausen
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1197 besitzt Kloster Spieskappel beide Solnhausen mit allem Zubehör.
- 1522 schliesst der Klosterbesitz zu Nieder-Solnhausen außer dem kleinen Zehnten insgesamt 12 Beete eigenen Landes ein; in Ober-Solnhausen hat Spieskappel 1522 12 Hufen.
Zehntverhältnisse
1265 bekundet Graf Ludwig von Ziegenhain die Schenkung des kleinen Zehnten im Dorf Nieder-Solnhausen sowie des Wiesenzehnten durch Ludwig genannt Schnabel an Kloster Spieskappel. 1522 schliesst der Klosterbesitz zu Nieder-Solnhausen außer dem kleinen Zehnten insgesamt 12 Beete eigenen Landes ein.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1441 befindet sich in Solnhausen eine Kapelle.
Pfarrzugehörigkeit
Die besagte Kapelle in Solnhausen ist 1441 nach Großropperhausen eingepfarrt.
Nachweise
Literatur
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 99 f.
- Scharlau, Siedlung, S. 295
- List, Spieskappel, S. 261 f
- Historisches Ortslexikon Ziegenhain, S. 198 f. (beide Wüstungen)
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 448
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Solnhausen (Ober-, Unter-), Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4754_solnhausen-ober-unter> (aufgerufen am 08.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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