Landershausen

Dorf · 350 m über NN  
Gemeinde
Schenklengsfeld
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

10,5 km südöstlich von Bad Hersfeld

Lage und Verkehrslage

Ursprünglich aus wenigen Gehöften bestehende Siedlung südwestlich von Schenklengsfeld. Im Nordwesten verläuft der in die Solz mündende Ringbach, Hauptaverkehrsachse ist die durch den Ort auf die L 3341 im Westen führende Schenklengsfelder Straße (K 18), von der einige jüngere kürzere Wege mit jüngerer Bebauung abgehen.

Ersterwähnung

(1343-1364)

Siedlungsentwicklung

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Hersfeld-Wippershain.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • Dorf (1747)

Umlegung der Flur

1911

Älteste Gemarkungskarte

1706

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3557693, 5630210
UTM: 32 U 557596 5628397
WGS84: 50.804447° N, 9.817382° O

Statistik

Ortskennziffer

632019060

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 227, davon 183 Acker (= 80.62 %), 27 Wiesen (= 11.89 %), 1 Holzungen (= 0.44 %)
  • 1961 (Hektar): 278, davon 58 Wald (= 20.86 %)

Einwohnerstatistik

  • 1571: 13 Hausgesesse
  • 1585: 13 Hausgesesse
  • um 1610: 13 Hausgesesse
  • 1628: 13 Hausgesesse
  • 1673: 10 Hausgesesse
  • 1747: 17 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1826: 17 Bau- oder Feuerstätten mit 90 Menschen; Gewerbetreibende: 1 Schenkwirt, 1 Zimmermann, 1 Schmied, 2 Tagelöhner, 1 Tagelöhnerin
  • 1885: 123, davon 122 evangelisch (= 99.19 %), 1 katholisch (= 0.81 %)
  • 1961: 223, davon 178 evangelisch (= 79.82 %), 38 katholisch (= 17.04 %)
  • 1970: 234

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • um 1550: Reichsabtei Hersfeld, Amt Landeck
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Landeck (halb hersfeldisch)
  • 1651: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Landeck
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck (zuletzt Amt Friedewald)
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Altkreis

Hersfeld

Gemeindeentwicklung

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform neben anderen Gemeinden als Ortsteil in die Gemeinde Schenklengsfeld eingegliedert.

Gericht

  • vor 1822: Amt Landeck
  • 1822: Justizamt Friedewald
  • 1832: Justizamt Friedewald
  • 1833: Justizamt Schenklengsfeld
  • 1867: Amtsgericht Schenklengsfeld
  • 1879: Amtsgericht Schenklengsfeld
  • vor 1945: Amtsgericht Schenklengsfeld
  • 1945: Amtsgericht Bad Hersfeld

Herrschaft

  • Hersfeld, KlosterDas Dorf Landershasuen gehörte zum hersfeldischen Amt Landeck. Die Herrschaft im Amt Landeck war zwischen der Reichsabtei Hersfeld und der Landgrafschaft Hessen vor allem im 16. Jahrhundert strittig. Nach dem Bauernkrieg besetzte Landgraf Philipp von Hessen die Burg, die zerstört war. 1550 schloss er mit dem Hersfelder Abt einen Vertrag, der Hersfeld die Hälfte des Besitzes in Schloss und Amt Landeck überließ. 1557 wurde dieser Teil durch den Hersfelder Abt den Söhnen des Landgrafen zu Lehen überlassen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fiel mit dem Westfälischen Frieden das gesamte Amt endgültig 1651 an die Landgrafschaft Hessen. 1736 bis 1742 fiel es vorübergehend an Kursachsen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Dorf des hersfeldischen Amts Landeck

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • Bethaus 1791 errichtet

Pfarrzugehörigkeit

1585, 1747, 1826, 1872 und 1994 zu Schenklengsfeld gehörig

Bekenntniswechsel

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Kultur

Schulen

1826 ist kein Schulhaus vorhanden

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Landershausen, Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/3261_landershausen> (aufgerufen am 02.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/3261