Büllinghausen

Siedlung · 260 m über NN  
Gemarkung
Neu-Berich
Gemeinde
Bad Arolsen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Siedlung

Lagebezug

5 km östlich von Bad Arolsen

Lage und Verkehrslage

Südlich von Neu-Berich östlich des Twistesees

Ersterwähnung

1146

Weitere Namen

Waldfrieden
Waldfriede
Villa Waldfried
Waldfrieden, Erholungsheim

Siedlungsentwicklung

Auf dem Gelände der ehemaligen Domäne Büllinghausen entsteht nach 1910 zunächst das Dorf Neu-Berich. 1928 wird das Bathildisheim aus Arolsen aus platztechnischen Gründen in das Gutshaus Büllinghausen verlegt. Es entsteht das Mädchen-, später das Behindertenwohnheim Waldfrieden. 1976 erfolgt die Umwandlung in ein Berufsbildungswerk.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • curia (1344)
  • Meierei (18. Jahrhundert)
  • Domäne (19. Jahrhundert)

Burgen und Befestigungen

  • Auf dem Gelände der ehemaligen Domäne Büllinghausen entsteht nach 1910 zunächst das Dorf Neu-Berich. 1928 wird das Bathildisheim aus Arolsen aus platztechnischen Gründen in das Gutshaus Büllinghausen verlegt. Es entsteht das Mädchen-, später das Behindertenwohnheim Waldfrieden. 1976 erfolgt die Umwandlung in ein Berufsbildungswerk.

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3505582, 5694098
UTM: 32 U 505506 5692260
WGS84: 51.381562° N, 9.079117° O

Statistik

Ortskennziffer

63500209001

Einwohnerstatistik

  • 1895: 2 Wohnhäuser mit 26 Bewohnern

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1381: Grafschaft Waldeck, Wetterburg
  • 1537: Grafschaft Waldeck, Amt Wetterburg
  • 1712: Fürstentum Waldeck, Amt Landau
  • 1755: Fürstentum Waldeck, Amt Landau
  • bis 1814: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Amt Wetterburg
  • 1814: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Oberamt der Diemel (Sitz in Arolsen)
  • 1816: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Oberjustizamt der Twiste (Sitz in Arolsen)

Altkreis

Waldeck

Gericht

  • 1537: Freigericht Mengeringhausen
  • 1816: Oberjustizamt der Twiste (Sitz in Arolsen)

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1146 findet sich Bullinghausen im Besitz des Klosters Abdinghofen (Paderborn).
  • 1344 verkaufen Bertram, Abt des Benediktinerklosters St. Paulus zu Paderborn, und der Konvent des Klosters den Hof Büllinghausen bei der Wetterburg an Otto, Grafen von Waldeck, und seine Brüder Theoderich und Heinrich für 100 Mark (HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 1720). 1381 wird die waldeckische Hälfte der Burg Wetterburg samt Zubehör, hierzu zählte Büllinghausen, an Dietrich III. verpfändet.
  • 1510 verkaufen die Grafen Philipp (d. Ä.) und Philipp (d. J.) von Waldeck, Vater und Sohn, an Friedrich von Twiste, dessen Frau Else und deren Erben oder Halter des Briefs die Wetterburg mit allem Zubehör, mit dem Dorf Cülte, den Höfen Bullinghausen und Odelbecke etc., für 800 rheinische Goldgulden, wiederkäuflich um die gleiche Summe (HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 10357). In der Folge ist die Meierei bzw. später die Domäne zumeist gegen Pacht ausgetan. 1910 erwerben acht Bericher und neun Bringhäuser Familien die damals zur Gemarkung Wetterburg gehörige Domäne Büllinghausen von der waldeckischen Domänenkammer.

Zehntverhältnisse

1326 resigniert der Ritter Heinrich von Rodersen u.a. den Zehnten zu Büllinghausen an den Kölner Erzbischof mit der Bitte, hiermit den Grafen von Waldeck zu belehnen, was der Erzbischof im Jahr darauf auch umsetzt.
(1332-1344) ist der Zehnte von den Grafen von Waldeck dem Johann von Enger weiterverlehnt. In der Folge gelangt er zumindest in Teilen an da Kloster Arolsen, ist aber 1447 wieder in gräflichen Händen.

Ortsadel

1276

Nachweise

Literatur

Siehe auch

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Waldfrieden, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1859_buellinghausen> (aufgerufen am 08.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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