Olfen

Dorf · 396 m über NN  
Gemeinde
Oberzent
Landkreis
Odenwaldkreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

10,5 km südwestlich von Erbach

Lage und Verkehrslage

Offenes Dorf mit regellosem Grundriss im Buntsandsteingebiet bei doppelseitiger Tallage.

Ersterwähnung

1398

Siedlungsentwicklung

Nach dem Dreißigjährigen Krieg vorübergehend wüst wurde Olfen 1658 von Schweizer Einwanderern wiederbesiedelt.

Historische Namensformen

  • Ulfen (1398)
  • Olffen (1398-1400)
  • Olffen (1427)
  • Ulffen (1438)
  • Alffen (1443)
  • Alue (1443)
  • Olffen (1509)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3492389, 5494819
UTM: 32 U 492317 5493061
WGS84: 49.590077° N, 8.893694° O

Statistik

Ortskennziffer

437016150

Frühere Ortskennziffer

437002070

Flächennutzungsstatistik

  • 1854 (Morgen): 1810, davon 371 Acker, 175 Wiesen, 1234 Wald
  • 1961 (Hektar): 440, davon 276 Wald (= 62.73 %)

Einwohnerstatistik

  • 1545: 8 wehrfähige Männer
  • 1650: wüst
  • 1961: 196, davon 176 evangelisch (= 89.80 %), 6 katholisch (= 3.06 %)
  • 1970: 218 Einwohner

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1787: Grafschaft Erbach-Fürstenau, Amt Freienstein
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Freienstein (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Freienstein (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Erbach
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis

Altkreis

Erbach

Gemeindeentwicklung

Am 1.7.1971 zur Stadt Beerfelden, seit dem 1.1.2018 Stadtteil der Stadt Oberzent.

Gericht

  • Zentgericht Beerfelden
  • 1820: standesherrliches Amt Freienstein
  • Mai 1822: Landgericht Beerfelden
  • September 1822: Landgericht Freienstein in Beerfelden
  • 1879: Amtsgericht Beerfelden
  • 1968: Amtsgericht Michelstadt

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1398 belehnt Pfalzgraf Ruprecht Schenk Eberhard von Erbach mit Ulfen. (1398-1400) belehnt Pfalzgraf Ruprecht Schenk Eberhard von erbach mit Olfen zu einem Viertel. 1438 belehnt Pfalzgraf Otto Schenk Otto von Erbach mit 1/4 des Dorfs nebst Zubehör. Weitere Belehnungen der Schenken bzw. Grafen von Erbach durch die Pfalzgrafen 1443, 1653 und 1722. 1488 werden 2 herrschaftliche Güter erwähnt. 1513 verzichtet Pfalzgraf Ludwig zugunsten Schenk Eberhards von Erbach auf die Jagd von den Olfener Wiesen bis an die Hinterbach und schenkt ihm das Herzogengut zu Olfen. 1806 gelangt der Ort mit dem Amt Freienstein an das Großherzogtum Hessen.

Zehntverhältnisse

Die Schenken von Erbach haben ein, die Kirche zu Güttersbach zwei Drittel des Zehnten.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit

Im 16. Jahrhundert zum Kirchspiel Güttersbach gehörig.

Bekenntniswechsel

Einführung der Reformation in der Grafschaft Erbach ab 1539.

Kultur

Schulen

1910 einklassige Volksschule

Wirtschaft

Mühlen

1427 bekennt der Edelknecht Hans Basey, auf der Mühle zu Olfen 1 Schilling Heller von Schenk Konrad von Erbach zu Lehen zu haben.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Olfen, Odenwaldkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/14022_olfen> (aufgerufen am 30.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/14022