Steinheimer Hof

Hof · 105 m über NN  
Gemarkung
Eltville am Rhein
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Hof

Lagebezug

13,2 km südöstlich von Bad Schwalbach

Siedlungsentwicklung

Die ursprüngliche Siedlung Steinheim lag südöstlich vom heutigen Steinheimer Hof und besaß schon im 10. Jahrhundert eine Kapelle. Mit der Anlage der zisterziensischen Grangie um 1175 verlor der Ort an Bedeutung und 1526 wüst. Die Kapelle wird noch 1518 erwähnt.

Historische Namensformen

  • Steinheim (1069 [Fälschung Mainzer Urkundenbuch 1, Nr. 324, S. 212-215])
  • Steinheim (1060-1072)
  • Steinheim (1161-1165)

Bezeichnung der Siedlung

  • villa(1161-1165); curia; grangia
  • Im Amtlichen Verzeichnis der Gemeinden von Hessen aus dem Jahre 1962 als Siedlungsplatz genannt.

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3438652, 5544455
UTM: 32 U 438602 5542677
WGS84: 50.033228° N, 8.142685° O

Statistik

Ortskennziffer

43900301006

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Unteres Erzstift, Vizedomamt Rheingau, Amtskellerei Eltville und Amtsvogtei Erbach (Abtei Eberbach)
  • 1803: Nassau-Usingen, Vicedomamt Rheingau, Amtskellerei Eltville

Altkreis

Rheingaukreis

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Der Mainzer Erzbischof Friedrich (937-954) soll nach einer Bestätigung von 1069 dem Stift St. Peter in der Vorstadt von Mainz auf Bitten des Propstes Thiemo die Kirche zu Eltville mit den Zehnten u.a. in Steinheim geschenkt haben. Erzbischof Willigis (975-1011) verlieh den Bewohnern von Steinheim das Tauf- und Begräbnisrecht sowie die Befugnis, einen eigenen Priester zu wählen. Die Anfänge unter Kloster Eberbach lassen sich bis 1144 zurückverfolgen, die offenbar konstituierende Schenkung durch die Erben Embrichos von Steinheim wurde 1161-1165 vorgenommen. Um 1175 legte das Kloster Eberbach eine Grangie an der Stelle des jetzigen Hofes an. Der Hof blieb bis zur Aufhebung des Klosters 1803 im Besitz des Klosters und gelangte dann an das Haus Nassau.

Zehntverhältnisse

Der Mainzer Erzbischof Friedrich soll nach einer Bestätigung von 1069 dem Stift St. Peter in der Vorstadt von Mainz auf Bitten des Propstes Thiemo die Kirche zu Eltville mit den Zehnten u.a. in Steinheim geschenkt haben.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • um 1000: Kapelle, die noch 1518 stand

Pfarrzugehörigkeit

Ursprünglich zu Elteville gehörig. Anfang des 16. Jahrhunderts scheint der Pfarrer schon nach Oberwalluf gezogen zu sein, dessen Kapelle das Erbe der Mutterkirche antrat.

Patronat

Das Patronatsrecht hatte der Erzbischof von Mainz 1553 inne.

Siehe auch

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Steinheimer Hof, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/10982_steinheimer-hof> (aufgerufen am 30.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/10982