Steinheimer Hof

Die Lage von Steinheimer Hof im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Hof
Lagebezug
13,2 km südöstlich von Bad Schwalbach
Siedlungsentwicklung
Die ursprüngliche Siedlung Steinheim lag südöstlich vom heutigen Steinheimer Hof und besaß schon im 10. Jahrhundert eine Kapelle. Mit der Anlage der zisterziensischen Grangie um 1175 verlor der Ort an Bedeutung und 1526 wüst. Die Kapelle wird noch 1518 erwähnt.
Historische Namensformen
- Steinheim (1069 [Fälschung Mainzer Urkundenbuch 1, Nr. 324, S. 212-215])
- Steinheim (1060-1072)
- Steinheim (1161-1165)
Bezeichnung der Siedlung
- villa(1161-1165); curia; grangia
- Im Amtlichen Verzeichnis der Gemeinden von Hessen aus dem Jahre 1962 als Siedlungsplatz genannt.
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3438652, 5544455
UTM: 32 U 438602 5542677
WGS84: 50.033228° N, 8.142685° O
Statistik
Ortskennziffer
43900301006
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Kurfürstentum Mainz, Unteres Erzstift, Vizedomamt Rheingau, Amtskellerei Eltville und Amtsvogtei Erbach (Abtei Eberbach)
- 1803: Nassau-Usingen, Vicedomamt Rheingau, Amtskellerei Eltville
Altkreis
Rheingaukreis
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Der Mainzer Erzbischof Friedrich (937-954) soll nach einer Bestätigung von 1069 dem Stift St. Peter in der Vorstadt von Mainz auf Bitten des Propstes Thiemo die Kirche zu Eltville mit den Zehnten u.a. in Steinheim geschenkt haben. Erzbischof Willigis (975-1011) verlieh den Bewohnern von Steinheim das Tauf- und Begräbnisrecht sowie die Befugnis, einen eigenen Priester zu wählen. Die Anfänge unter Kloster Eberbach lassen sich bis 1144 zurückverfolgen, die offenbar konstituierende Schenkung durch die Erben Embrichos von Steinheim wurde 1161-1165 vorgenommen. Um 1175 legte das Kloster Eberbach eine Grangie an der Stelle des jetzigen Hofes an. Der Hof blieb bis zur Aufhebung des Klosters 1803 im Besitz des Klosters und gelangte dann an das Haus Nassau.
Zehntverhältnisse
Der Mainzer Erzbischof Friedrich soll nach einer Bestätigung von 1069 dem Stift St. Peter in der Vorstadt von Mainz auf Bitten des Propstes Thiemo die Kirche zu Eltville mit den Zehnten u.a. in Steinheim geschenkt haben.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- um 1000: Kapelle, die noch 1518 stand
Pfarrzugehörigkeit
Ursprünglich zu Elteville gehörig. Anfang des 16. Jahrhunderts scheint der Pfarrer schon nach Oberwalluf gezogen zu sein, dessen Kapelle das Erbe der Mutterkirche antrat.
Patronat
Das Patronatsrecht hatte der Erzbischof von Mainz 1553 inne.
Nachweise
Literatur
- Kehrein, Nassauisches Namenbuch, S. 275-276,
- Bach, Siedlungsnamen, S. 66
- Vogel, Beschreibung Nassau, S. 575,
- Herchenröder, Rheingaukreis, S. 141-142,
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 91,
- Meyer zu Ermgassen, Oculus Memorie 2, S. 317-334,
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Steinheimer Hof, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/10982_steinheimer-hof> (aufgerufen am 30.05.2026)
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