Oberwalluf

Dorf · 120 m über NN  
Gemeinde
Walluf
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

11,6 km südöstlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage

Siedlung auf einer niederen Vorhöhe des Rheingebirges oberhalb des Wallufbaches
Kirche am nordwestlichen Dorfausgang in leicht erhöhter Lage

Vorbemerkung Historische Namensformen

Bei den frühen Belegen ist nicht zu klären, ob Sie sich auf Nieder- oder Oberwalluf beziehen. Im frühen Mittelalter war eine Trennung offensichtlich noch nicht notwendig bzw. angestrebt.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (1211)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3438683, 5545228
UTM: 32 U 438632 5543450
WGS84: 50.04018° N, 8.142994° O

Statistik

Ortskennziffer

439017020

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 194, davon 88 Acker (= 45.36 %), 7 Wiesen (= 3.61 %), 81 Holzungen (= 41.75 %)
  • 1961 (Hektar): 133, davon 20 Wald (= 15.04 %)

Einwohnerstatistik

  • 1525: 30 Herdstellen
  • 1700: 13 Bürger und 6 Beisassen
  • 1820: 245 Einwohner
  • 1885: 435, davon 25 evangelisch (= 5.75 %), 410 katholisch (= 94.25 %)
  • 1961: 935, davon 135 evangelisch (= 14.44 %), 789 katholisch (= 84.39 %)
  • 1970: 1124 Einwohner

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1604: Kurfürstentum Mainz, Oberamt Eltville
  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Unteres Erzstift, Vizedomamt Rheingau, Amtskellerei Eltville und Amtsvogtei Erbach
  • 1803: Nassau-Usingen, Vicedomamt Rheingau, Amtskellerei Eltville
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Eltville
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VIII (Kreisamt Rüdesheim)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Eltville
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Rheingaukreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingaukreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis

Rheingaukreis

Gemeindeentwicklung

Am 1.10.1971 Zusammenschluss mit Niederwalluf zur neugegründeten Gemeinde Walluf

Gericht

  • Ursprünglich von Eltville abhängig erhielt der Ort erst 1770 ein eigenes Gericht
  • 1816: Amt Eltville
  • 1849: Justizamt Eltville
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Eltville
  • 1867: Amtsgericht Eltville
  • 1943: Amtsgericht Rüdesheim (Zweigstelle Eltville)
  • 1949: Amtsgericht Eltville

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Das Zisterzienserkloster Eberbach hatte Besitz in der Gemarkung von Oberwalluf.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1314: Martinskirche
  • Anfang 14. Jahrhundert: Pleban
  • 1401: Pleban zu Steinheim oder Oberwalluf

Patrozinien

  • Martinus

Pfarrzugehörigkeit

Ursprünglich im Filialverhältnis zu Steinheim. Im 14. Jahrhundert trat die Kapelle zu Oberwalluf das Erbe ihrer wüst gewordenen Mutterkirche in Steinheim an. 1589 bis etwa 1650 war die Pfarrei von Oberwalluf mit der von Martinsthal vereinigt.

Patronat

Kollator war um 1700 der Mainzer Erzbischof

Bekenntniswechsel

Die Reformation konnte sich im Erzbistum Mainz nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Oberwalluf, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/10770_oberwalluf> (aufgerufen am 29.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/10770