Arnsburg-Fünf-Morgen: der bii der Arnsburger funff morgen stee

Historischer Beleg aus Niedergründau  
Gemeinde
Gründau
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Beleg

Standard-Flurname

Arnsburg-Fünf-Morgen

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1262

Quelle

Reimer, Heinrich: Urkundenbuch zur Geschichte der Herren von Hanau und der ehem. Provinz Hanau. Bd. 1. 767-1300. Leipzig 1891.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch

Arnsburg

Burg der Herren von Arnsburg seit dem 11. Jahrhundert, 1174 Stiftung des Zisterzienserklosters, auch OrtsN. Der Name der Burg geht auf den PN Arn zurück: ‚Burg des Arn‘.

Fünf

Zum Zahlwort ahd. fimf, mhd. vunf ‚fünf‘. Die Zahlenangabe bezieht sich meist auf die Größe der Flurstücke.

Südhessisches Flurnamenbuch

Fünf

Zum Zahlwort ahd. fimf, mhd. vunf ‚fünf‘. Die Zahlenangabe bezieht sich meist auf die Größe der Flurstücke. In Harpertshausen und Lörzenbach waren charakteristische Baumgruppen namengebend, am Reisig in Raunheim hatten fünf Dörfer Anteil.

Morgen

Zu ahd. morgan, mhd. morgen st. M. ‚Morgen; Ackermaß‘, eigentlich ‚so viel Land, wie an einem Vormittag mit einem Gespann umgepflügt werden kann‘. Der Umfang des alten Morgens schwankt vor der Vereinheitlichung zu Beginn des 19. Jh.s im Großherzogtum Hessen von Ort zu Ort, zwischen ca. 2 000 qm und ca. 4 000 qm1. In Einzelfällen kann Morgen aber auch für die Ausrichtung eines Flurstücks in östlicher Richtung verwendet worden sein oder Morgenweide (s. d.) entsprechen (Rimbach).

Hessischer Flurnamenatlas

Morgen

Karte 52

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Arnsburg-Fünf-Morgen: der bii der Arnsburger funff morgen stee (Niedergründau)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/736973_der-bii-der-arnsburger-funff-morgen-stee> (aufgerufen am 29.11.2025)

Kurzform der URL für Druckwerke

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