Boland-Weide: An der Bulanen wayd

Historischer Beleg aus Wachenbuchen  
Gemeinde
Maintal
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Boland-Weide

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1763/1764

Quelle

Staatsarchiv Marburg, Karten, A II, Nr. 1821.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Weide

Wenn Weide im GT eines FlNs steht, bezeichnet es meist die ‚Weide‘, den ‚Weideplatz‘ (siehe Weide_1). Bei der großen Reihe der Belege von Weide-Acker, -garten, -graben etc. ist es nicht möglich, eine sichere Zuordnung zu Weide_1 oder Weide_2 vorzunehmen.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Boland

Boland erscheint meist als regionale Variante zu Bauland ‚angebautes Land‘. In Gräfenhausen scheint der Name jedoch aus bonelande hervorgegangen zu sein. Er ist hier deshalb wahrscheinlich zu Bann (s. d.) zu stellen. Im Böhling (Birkert) ist vermutlich sekundär aus Boland umgestaltet worden, vielleicht in Anlehnung an den FamN Beling (s. d.). In Darmstadt weisen einige Belege eher auf den Namen des Adelsgeschlechts von Bolanden hin; in Mörlenbach ist der Name stark zersprochen worden.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Boland-Weide: An der Bulanen wayd (Wachenbuchen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/7001_an-der-bulanen-wayd> (aufgerufen am 07.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/7001