Boland-Weide: An der Bulanen wayd
Beleg
Standard-Flurname
Boland-Weide
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1763/1764
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Karten, A II, Nr. 1821.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Weide
Wenn Weide im GT eines FlNs steht, bezeichnet es meist die ‚Weide‘, den ‚Weideplatz‘ (siehe Weide_1). Bei der großen Reihe der Belege von Weide-Acker, -garten, -graben etc. ist es nicht möglich, eine sichere Zuordnung zu Weide_1 oder Weide_2 vorzunehmen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Boland
Boland erscheint meist als regionale Variante zu Bauland ‚angebautes Land‘. In Gräfenhausen scheint der Name jedoch aus bonelande hervorgegangen zu sein. Er ist hier deshalb wahrscheinlich zu Bann (s. d.) zu stellen. Im Böhling (Birkert) ist vermutlich sekundär aus Boland umgestaltet worden, vielleicht in Anlehnung an den FamN Beling (s. d.). In Darmstadt weisen einige Belege eher auf den Namen des Adelsgeschlechts von Bolanden hin; in Mörlenbach ist der Name stark zersprochen worden.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Boland-Weide: An der Bulanen wayd (Wachenbuchen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/7001_an-der-bulanen-wayd> (aufgerufen am 07.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/7001