Schutz-Brett: am Schutzbred

Historischer Beleg aus Niedernhausen  
Gemeinde
Fischbachtal
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Beleg

Standard-Flurname

Schutz-Brett

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1589

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 68/3.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch

Brett

Zu ahd. mhd. bret st. M. ‚Brett, Sprosse, Schnittholz‘. Ein Ruhebrett ist ein Gestell zur Ablage schwerer Traglasten.

Schutz

Die meisten Namen Schutz oder Schütz gehen zurück auf die ältere Bedeutung mhd. schuz st. M. ‚Umdammung, Aufstauung des Wassers‘ und benennen Gebiete, die dadurch geschützt oder auch bewässert wurden. Unklar ist die Wortbedeutung von Schutzbank.

Südhessisches Flurnamenbuch

Brett

Zu ahd. mhd. bret st. M. ‚Brett, Sprosse, Schnittholz‘.

Schutz

Die Namen gehen zurück auf die ältere Bedeutung mhd. schuz st. M. ‚Umdammung, Aufstauung des Wassers‘ und benennen Gebiete, die dadurch geschützt oder auch bewässert wurden. Der Ausdruck Schutzbann bezeichnet nicht nur allgemein einen Rechtsbezirk, sondern dann auch den Raum, der durch die wasserregulierenden Anlagen geschützt wurde und anscheinend besonderen Rechtsbedingungen unterlag. Schutzbaum, Schutzstein (und wohl auch Federbusch) beziehen sich auf begrenzende Markierungen dieses Raums. In der südhess. Wendung einen Schutz machen ‚Wasser stauen, insbesondere, um Wiesen zu bewässern‘ ist die alte Bedeutung erhalten.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schutz-Brett: am Schutzbred (Niedernhausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/432756_am-schutzbred> (aufgerufen am 29.11.2025)

Kurzform der URL für Druckwerke

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