Heilige-Kugel: HEILIGE KUGEL
Weitere Belege
- in der hilgenkugel
Staatsarchiv Marburg, Flurbuch, um 1800
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch
Heilige
Substantivbildung zum Adjektiv heilig (s. d.).
Kugel
Teils zu mhd. kugele sw. F. ‚Kugel‘ einschließlich der Kugel in Schießanlagen (Gießen, Hattenrod); teils zu mhd. gugel(e), kugel, kogel sw. st. F. ‚Kapuze‘, sei es als pars-pro-toto-Bezeichnung für Angehörige des Deutschen Ordens (Leihgestern) oder nach der Form eines Kapuzenzipfels (Oppenrod).
Südhessisches Flurnamenbuch
Kugel
Zu mhd. kugele sw. F. ‚Kugel‘, in Eppertshausen und Weiskirchen zu mhd. gugelzipf st. M. ‚Zipfel der Kapuze‘. Es handelt sich um einen FormN, wie etwa in Eppertshausen, wo ein schmaler Wiesenstreifen mit halbkreisförmigem Bogen namengebend gewesen sein soll. In Ober-Roden kann auch der FamN Kugel vorliegen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Heilige-Kugel: HEILIGE KUGEL (Ersen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/233680_heilige-kugel> (aufgerufen am 29.11.2025)
Kurzform der URL für Druckwerke
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