Ampel: aufm aembell
Beleg
Standard-Flurname
Ampel
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg Bestand Kat. I Nr. Kerspenhausen B 4 · Stückbeschreibung Arcinsys
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Ampel
Schon wegen des Genus kaum zu Ampel. Der Name scheint kontrahiert aus *Auen-bühl ‚Hügel an/in einer Aue‘, wobei teilweise Assimilation /-nb-/ > /m(p)/ und Abschwächung des zweiten Namenteils vorliegt.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Ampel
Ampel, ahd. ampla ‚kleines Gefäß für Öl, Wein‘, mhd. ampel sw. F. ‚kleines Gefäß für Öl und andere Flüssigkeiten, meist zu geweihtem Gebrauch bestimmt‘ ist eine Entlehnung aus lat. ampulla, einem Diminutiv von lat. amphora ‚Tongefäß mit zwei Henkeln‘. Es handelt sich um Äcker, die wohl zum Unterhalt der ‚ewigen Lampe‘ gestiftet wurden.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ampel: aufm aembell (Kerspenhausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/211474_aufm-aembell> (aufgerufen am 10.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/211474