Alte-Har-Nach: Alte-Har-Nach [ɒlte harnach]
Weitere Belege
- alten hanacht
Staatsarchiv Marburg, Flurbuch, 1769
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Har
Hier liegen mehrere namengebende Motive vor: (1) Einige Namen gehören sicher zu ahd. hâro, hâr, mhd. hâr st.N., nhd. Haar ‚Flachs‘ (Linum usitatissimum). Namengebend waren Anbauflächen (Hargarten) von Flachs und Stellen, an denen der Flachs mittels Wasser- oder Tauröste (Harschwärze) weiterbearbeitet wurde. (2) Bei einigen liegt offenbar Umdeutung bzw. Kontrastschreibung von Hor ‚feuchte, sumpfige Stelle‘ (s.d.) vor. (3) Im Einzelfall liegt den Namen die dialektale Form von Heide (s.d.) /ha:r(e)/ zu Grunde, so offenbar in Oberkleen.
Nach
Vermutlich aus *Nacht-lachr (s. Nacht) mit Erleichterung der Dreierkonsonanz.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Har
Karte 27
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Alte-Har-Nach: Alte-Har-Nach (Heringen (Werra))“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/209582_alte-har-nach> (aufgerufen am 11.07.2026)
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