Rot-Meer: DAS, AM ROTEN MEER [des rotmaer]
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch
Meer
Dem WiesenN liegt ein Wort zu Grunde, das verwandt ist mit ahd. meri, *mari, mhd. mer st. N. ‚Meer‘. Es bezieht sich in FIN wie Mahr (s.d.) auf Sumpf und versumpftes Gewässer.
Rot
Zu ahd. mhd. rôt ‚rot‘. Namengebend war in der Regel die rötliche Färbung des Bodens bzw. des jeweiligen Objekts.
Südhessisches Flurnamenbuch
Meer
Den FlN liegt ein Wort zu Grunde, das verwandt ist mit ahd. meri, *mari, mhd. mer st. N. ‚Meer‘. Möglicherweise formal identisch mit der fachsprachlichen Entlehnung nhd. Maar ‚Kratersee‘ aus spätlat. mara, bezieht es sich auch in FlN auf Sumpf und versumpftes Gewässer. Die alte Form mit Stammvokal /ɑ/ ist nur noch in wenigen, meist alten Namen erhalten. Die jüngeren Belege zeigen Umlaut des /ɑ/ oder sind an nhd. Meer angeschlossen. Einzelne Namen können aber vielleicht auch zu Mai bzw. mit Ausfall des /k/ zu Mark gehören
Rot
Zu ahd. mhd. rôt ‚rot‘. Namengebend war in der Regel die rötliche Färbung des Bodens bzw. des jeweiligen Objekts. Beim Roten Hut in Heppenheim handelt es sich um einen Turm der Stadtbefestigung. Der mündlich verbreitete Name Rotmantel in Dietzenbach soll als EreignisN an die Auffindung eines toten, in einen roten Mantel gekleideten Soldaten erinnern
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rot-Meer: DAS, AM ROTEN MEER (Haimbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/176235_das-am-roten-meer> (aufgerufen am 29.11.2025)
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